Beiträge von Solus

    Ich finde das auch bedauerlich; auf One gibt es ja immer nette britische Serien, die man laufen lassen kann, wenn sonst nichts im Fernsehen los ist. Und um Alpha ist es auch schade; Space Night, Harald Lesch, und dann Bob Ross beim Malen der immergleichen Bäume und Berge zuschauen. So endeteten vor einigen Jahren und beginnen seit ein paar Jahren viele meiner Tage.

    Aber ja, die Hoffnung besteht jetzt natürlich, dass sie diverse Bares für Rares Wiederholungen auf Neo streichen, und die gestrichenen guten Inhalte darin integrieren.

    Übrigens echter Mindfuck: Neo ist ein Anagramm für One! =O=O=O

    Es gibt nur eine relevante, und vorallem vollkommen objektive Reviewseite, und das ist natürlich zukunftia.de mit Klapowski und Sparkiller, die sich bisher angenehm überrascht zeigen:

    Folge 1: 2/5, 1.5/5
    Folge 2: 1.5/5, 2/5
    Folge 3: 1.5/5, 1.5/5

    Ich hatte mir das Review von den SciFiNews-De Herren angeschaut:

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    Die mögen ja Teile von Strange New Worlds und werden auch ein paar Euro verdienen, wenn sie viele Videos online stellen. Aber bei der neuen Serie hatten sie nach Durchsicht der ersten 6 Folgen offensichtlich nicht mal mehr Lust, zu jeder Folge eine Besprechung zu machen. Tja...

    5, man hat halt inzwischen tausend modernere und damit fettere Versionen von dem Lied gehört.


    Patrick Wolf ist wieder da. Auf den ich damals so neidisch war - jünger als ich und haute spielend ein tolles Album nach dem nächsten heraus. Dann war plötzlich Ruhe, viele viele Jahre. Irgendwas mit Straßenunfall, Mutti tot und willstenichwissen. Nach 14 Jahren nun ein neues Album. Da ist er wieder, der blaugraue Geschmack englischer Küsten-Tristesse, gegossen in den ganz großen Melodien. Und mein erstes Album ist immernoch nicht fertig.

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    I disagree with G.

    Zitat

    Doctor Who does not contain the meaning of life. It should never go anywhere near the profound, except in the lightest, most playful terms.

    Natürlich kann sich Doctor Who mit den großen philophischen Fragen beschäftigen. Selbst Ernie und Bert können das - und haben das auch schon. Wenn Ernie vom ganovigen Verkäufer Luft kauft, nachdem er erklärt bekommt, dass Luft das Wertvollste auf der Welt ist, wirft das ganz spannende Fragen über unser Wert-system und Kapitalismus auf. Eine Serie wie Doctor Who ist im Grunde perfekt geeignet, mit all den Aliens und Mindgames Analogien zu den Fragen unserer Zeit zu schaffen. Der Doctor darf halt nur nicht am Ende in die Kamera gucken, den Finger heben und "...deshalb Kinder, immer schön den Müll trennen!" sagen. Das machen Philosophen ja auch nicht.

    Zitat

    But that picaresque, fly-by-night quality at the core of the thing is anathema to modern TV, which is all about sagas, journeys and arcs.

    Nur weil Stranger Squid of Thrones populär ist, sind Serien ohne fortlaufende Handlung nicht automatisch abgemeldet. Paw Patrol, Rosenheim Cops, sämtliche britische Historical-Detektiv-Serien - das läuft doch alles weiterhin super. Es muss nur für den Zuschauer ersichtlich sein, was es denn ist. Rick & Morty ist von den eigenen Fans vom Hit zum Shit erklärt worden, weil die Serie anfangs den Eindruck erweckte, eine geniale, tiefgründige Geschichte zu erzählen, bis immer mehr klar wurde, dass die Autoren eigentlich nur seichten Spaß haben wollen. Das lief bei Doctor Who seit 2004 leider oftmals ähnlich, mit dem Unterschied, dass am Ende jedes Staffel-Arcs immer mehr klar wurde, dass sich der jeweilige Showrunner einfach erzählerisch maßlos übernommen hat. Ja, auch Du, lieber Moffat!

    Was die Serie meiner Meinung nach braucht, ist erst einmal ein neuer Showrunner mit Talent, und jung genug, um aus der Serie wieder etwas zu machen, mit dem sich junge Leute identifizieren können. Und dann muss einfach mal das Ventil aufmacht werden, um all den Druck rauszulassen, der inzwischen in Doctor Who steckt. Dieses ganze Verkrampfte der letzten Jahre, dieses "wir brauchen den Mega-Arc, die Mega-Überraschung, den Mega-Gaststar, und als Doctor den Mega-Castingstunt, damit Doctor Who mega-popkulturell ist", das muss enden. Sofort! Wie wäre es denn, wenn Doctor Who erstmal als Trickfilmserie weitergeht. Kein Kinderquatsch, sondern als spannende Abenteuergeschichte, mit Einzelfolgen gegossen in einer fortlaufenden Handlung, ein bisschen weniger stringent erzählt als Avatar - The Last Airbender, aber schon genug Story, dass es zählt und nicht beliebig wird. Als Trickfilm-Serie wäre auch das Thema Budget und Effekte nicht mehr relevant; zeichnen kann man alles. Die Serie sollte nur generell einen hübschen Stil haben. Und 3D-Grafik lassen wir erstmal bitte, auch wenn neulichere CGI-Serien inzwischen ganz hübsch aussehen können.

    Ja und wenn die Serie dann eine neue Generation kleiner und großer Who-Fans generiert hat, geht es wider mit der Realverfilmung weiter. Bzw. real im Sinne von dann wahrscheinlich komplett von der KI erzeugt und geschrieben. Und ab dann geht die Serie ja sowieso für immer weiter.

    Ich fange erstmal an mit dem, was ich gut fand: Die Folge hat immerhin doch noch zwei, drei Erklärungen für Fragen/Kritikpunkte der letzten Woche geliefert. Ich hatte ja bemängelt, dass die Wunschwelt eines Nazi-Aluhutträgers garantiert nicht so aussieht wie die gezeigte Welt, und das wurde ja von Ruby sogar angesprochen. Geht in Ordnung. Ich fand es auch schön, dass Anita nochmal zurückgebracht wurde, auch wenn sie ab einem bestimmten Punkt im Script nur noch als Türstopper fungierte. Der Rest der Haupthandlung war aber leider doch etwas...*hüstel*...durchwachsen: Nach "The Giggle" und der letzten Staffel also wieder ein Staffelfinale, in dem öderweise der UNIT-Turm als Hauptschauplatz herhalten muss. Inklusive Schiffssteuerrad zum Turmdrehen; nur eine Leierkastenkurbel wäre wohl noch albernen gewesen. Und dann die arme Belinda / Varada Sethu, die nach zehn Minuten in den stillen Würfel gesteckt wurde und für den Großteil der Folge Sendepause hatte. Dafür durfte Ex-Companion Ruby plötzlich wieder ran, wenn auch mit dem wahrscheinlich uncleversten Plan, den sich der Doctor je ausgedacht hat: zum Feind teleportieren, ein bisschen über Papa reden, und dann einfach nochmal teleportieren. War am Ende effektiv, joa, aber schon ein bisschen plump für Doctor Who Verhältnisse. Und damit wären wir schon Omega. Entschuldige: O-M-E-G-A!Einself! Den habe ich doch schon mal irgendwo gesehen; als Endgegner in Doom, Painkiller, oder sonstigen Fantasy-Egoshootern. Und der Doctor hat ihn ja dann auch genauso besiegt, wie ich das auch immer tue - Wumme draufhalten, bis der Energiebalken runter ist. Aber vielleicht war das ja auch schon alles eine Anspielung für den Plot der nächsten Staffel: Der Doctor ist nämlich gar nicht in einer anderen Realität, sondern in einem...COMPUTERSPIEL! Multiplayer um genau zu sein, wie man an dem (sinnfreien) Auftauchen von Frau Doctor gesehen hat. Und er kann ganz einfach seinen Skin wechseln. Den Rose-DLC hat er schon runtergeladen. Und der Donna-DLC steht auf der Wishlist. Na schauen wir mal, ob Disney oder die BBC nicht doch noch ALT+F4 drücken. Wobei...um RTD loszuwerden, braucht es wahrscheinlich schon den "Affengriff". 3/10.

    Weil man als Forenadministration in der Regel versucht, gängiges Recht als Maßstab für das eigene Recht zu nehmen, und in Deutschland ist Scheiße labern ansich erstmal nicht verboten. In dem Moment, wenn hier jemand etwas schreibt, für das der User und Schlaubi zur Rechenschaft gezogen werden könnte, müsste natürlich eingegriffen werden.

    Gegen Ende habe ich mich ja schon gefragt, wann in diesem experimentellen, tschechischen Märchenfilm endlich Jiri Labus durchs Bild geflogen kommt und dem Doctor seine Pan Tau Melone klaut, um darin die dauer-monologisierende Märchenbraut-Rani verschwinden zu lassen. Es wäre auch nicht abstruser gewesen, als das, was die Folge davor veranstaltet hat. Da werden Menschen in Vögel verwandelt (mit Kamera wegdrehen?! Mensch RTD, eine Fantamorph-Lizenz gibts schon für 30$!), Doctor und Belinda spielen Pleasantville nach, Ruby eher eine inklusive Version von "Die Pfefferkörner", und dann gehen auch noch ständig Tassen kaputt - was das einzig Normale an der Folge war. Und doch fühlte sich das alles leider nur so mittel interessant an. Natürlich müssen unsere Helden ja irgendwie langsam merken, dass etwas nicht stimmt. Und das "Langsam" war leider doch etwas zu langsam für meinen Geschmack. Ich muss auch Zweifel anmelden, dass die gezeigte GrauenHerren-Welt wirklich dem entspricht, was sich ein Aluhut-Nazi zusammenwünschen würde, wenn er könnte. Die stehen doch auch auf Sex, Drugs and...Marschmusik.

    Tja...also das war jetzt definitiv keine Folge, die ich jemanden zeigen würde, um Werbung für Doctor Who zu machen. Wirklich einordnen wird man das aber sicherlich erst in einer Woche können. Und ja, danach ist wahrscheinlich wirklich erstmal Schluß. Schluß mit Disney, Rumburak T Davies, Pantheonbesuchen, Mavity und Fantasy. Die Zeichen stehen auf Götterdämmerung. Hinter und vor der Fourth Wall.

    8 von 12 hätte ich der Nummer gegeben. Den Anfang hat er gesanglich schon etwas...verbaselt...

    Hier mal Erdmöbel, die zum Dreißigjährigen einige ihrer Klassiker mit Streichquartett neu aufgenommen haben:

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    Ich habe mich ansich sehr gut unterhalten gefühlt. Die Folge sah toll aus und hat eine solide Geschichte erzählt. Natürlich war das vorhersehbar und recht konventionell geschrieben. Aber Folgen, die sich einem speziellen (pop-)kulturellen Thema widmen, sind nun mal in der Regel auch die Mainstream-Folgen. Das schauen vielleicht auch Leute zu, die die Serie nicht schauen, und die sammelt mit einer klassischen Story am besten ein.

    Und damit sind wir dann auch bei den Kritikpunkten: Eben weil das eigentlich eine Folge für das Mainstream-Publikum ist, passen die ganzen Lore-Elemente überhaupt nicht da rein. Oma Paluschke, die vor dem ESC heute einfach mal reingeguckt hat, wird die Szene mit Susan und Rani ratlos zurückgelassen haben. Auch die Info über die zerstörte Erde wirkt etwas seltsam, wenn so viele Nebendarsteller und Statisten wie Menschen aussehen (und auch sind?). Stellenweise verheddert sich die Folge auch sehr im Ton. Während Belinda und Soundtrack die großen Tränen auspackten, lachte ich noch über das bescheuerte Enten-Alien. Und hintenraus war es eben doch recht dick aufgetragen, mit dem wütenden Doctor, der dann ganz schnell wieder lieb war, aber dann sagt, dass er immer noch sauer ist...hmm... Alles in allem - "8 Points from Germany. Huit points de l'Allemagne."

    P.S. über die Temu-Missy rede ich dann lieber erst beim nächsten Mal, auch wenn ich keine Hoffnung habe, dass uns RTD mit der neuen Rani in irgendeiner Form überrascht.

    Ich bin ja erstmal froh, dass die Folge nicht im Fußpflegesalon spielt. Aber man merkt eben schon sehr, dass Inua Ellams ein Theater-Autor ist; die Folge ist sehr Monolog-/Pseudo-Dialog-lastig, spielt größtenteils in einem Szenenbild. Figuren gehen auf und ab, Enthüllungen treiben die Handlung voran. Das könnte auch auf einer Bühne nachgespielt werden. Eines von Ellams Stücken heißt übrigens "Barber Shop Chronicles", für das er zur Recherche stundenlang Männer-Geplänkel in schwarzen Friseurläden aufgenommen hat. Vielleicht war ja das auch die Inspiration: Maskulines Gehabe; Männer, die über sich selbst protzige Geschichten erzählen, in denen sie wie Götter erscheinen, obwohl sie in der Realität wohl eher ganz unten in der Nahrungskette stehen. Doch durch das Erzählen erscheinen diese Fantasien immer realer, und damit fühlen sich diese Männer zumindest für eine gewisse Zeit danach besser. Aus emotionalem Rot wird Grün. Aber nicht lange, und dann sehnen sie sich den schnellen Haarwuchs herbei, um bald wieder zum Friseur gehen zu können. Und jede weitere Geschichte spinnt das Lügennetz weiter.

    War das jetzt eine gute Folge? Naja, sie lädt ja offensichtlich zumindest mal zur Interpretation ein. Aber natürlich gäbe es auch andere, interessantere Möglichkeiten, das zu erreichen, als dieser überlange Besuch beim fleißigen Haarstylisten. Und ich befürchte ja, dass eine Folge, in der sehr viel erzählt wird, beim zweiten Mal Anschauen wenig Freude bereitet, weil man dann ja schon alles kennt. Das Gute am Friseur-Dasein ist eben doch, dass jeder Kunde eine neue Geschichte erzählt. 6/10

    Ich war ja schon recht..."überrascht", als ich nach 10 Minuten gemerkt habe, dass das eine Doctor-Lite Folge ist. Und nach weiteren doch recht langweiligen 10 Minuten habe ich gehofft, dass jetzt ganz schnell noch irgendein Story-Twist daher kommt, z.B. dass wahlweise entweder Ruby oder Conrad eines der Monster ist, aber in Tarnung, um den anderen zu verführen und zu fressen. Und das kann ich der Folge auf jeden Fall positiv anrechnen - ihre Idee war zur Abwechslung mal besser als meine. Alt-Right-Schwurbler trifft auf Doctor Who - kann man mal machen. Aber leider kam die Geschichte für mich dann trotzdem nicht so richtig in die Gänge. Dafür war die Message zu stumpf präsentiert, der Showdown zu vorhersehbar, der Hund als Alien der Woche zu öde. Es ist überdeutlich, was der Autor sagen wollte, aber das eingebettet in eine interessantere Story (die nicht 20 Minuten lang im ersten Gang fährt) wäre schon wünschenswert gewesen. 5/10