Beiträge von Solus

    Man kann das ja so in Töne umwandeln, daß diese Schriftzeichen dadurch in einem Spektrumanalysator sichtbar werden. Wenn sich die Timelords auf diese Art unterhalten, würde sich der Name des Doktors so anhören...

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    Es geht ja wohl eher um die praktische Seite des Gliedes, und es stimmt schon, wenn Mann mal muß, kann er das wahrscheinlich etwas schneller und unproblematischer in der Öffentlichkeit tun. Und in sexueller Beziehung ist das männliche Geschlechtsteil natürlich aktiver ausgelegt, als das Weibliche, welches ja eher nur Nehmerqualitäten besitzt. Und Frau würde sicherlich auf natürlichem Wege auch gern mal eher...geben, als nehmen. (hat mir zumindest schon mal eine Frau gesagt)
    ABER ! So ein Schaftwerk bringt natürlich auch einige Nachteile mit sich, wie zum Beispiel die Verletzungsgefahr. Das Frenulum kann einreißen, oder sogar abreißen, wie auch einfach mal so eine Hodentorsion (der ja mit dazugehört) geschehen kann. Eine Fraktur ist genauso möglich, wie Warzenbefall oder eine Tumorerkrankung. Und wenn man eine innere, urologische Krankheit hat und der Arzt mit einem Schlauch ins Innere eindringen muß, funktioniert das bei einem penislosen Individuum, behaupte ich jetzt zumindest einfach mal, sehr viel schmerzloser, als wenn sich der Arzt da erst durch eine dünne Röhre voller Schließmuskeln seinen Weg bahnen muß.
    Deshalb ist so ein Penis durchaus ein zweischneidiges Schwert. Es ist in Ordnung, wenn man Einen hat, aber neidisch braucht Frau nun wirklich nicht zu sein.

    Meine erste Assoziation war ja eher die Milchpackung aus Blurs "Coffee & Tea"-Video.
    Aber die Dinger haben auf jeden Fall große Vermarktungschancen. Nach Troll-Püppchen, Diddl-Mäusen, Pikachus und diesen häßlichen Schafen, die zur Zeit gerade IN sind, könnten die Adipose der nächste, große Kult werden. Die Augen sind zwar etwas klein geraten, aber das Kindchen-Schema greift ja trotzdem schon auf Grund des Gesamteindrucks, wodurch sie zur perfekten Ersatzbefriedigung für eine Gesellschaft werden, die keine echten Kinder haben können oder wollen. Und wahrscheinlich finden die Adpose dicke Frauen auch total toll, womit man gleich noch zwei weitere Zielgruppen erschlossen hat; dicke Frauen, und Leute, die öffentlich gern dünne Frauen verteufeln. Sollte hinter diesen Figuren keine Marketing-Experten, sondern tatsächlich nur RTD stecken, ist der Mann ein Genie !

    Die sehen ja süß aus. Will auch Einen haben ! :love:
    Wahrscheinlich gibt es auch schon Lagerhallen voller Adipose-Plüschtiere, die nach der Ausstrahlung sofort in die Läden wandern. Und so knuffig, wie die aussehen, werden die sich bestimmt auch besser verkaufen, als die Ood-Plüschtiere vorletztes Jahr...
    ;)

    Döner Kebab esse ich auch gern, aber inzwischen zu wenig, sodaß "liebstes Fastfood" wahrscheinlich nicht passt.
    Stattdessen sind es wohl dann eher die Tiefkühlpizzas/Pizzaschnitten/Baguettes, die ich immer noch mit Worcestersauce (Dresdner Art) und Zitrone würze.
    Oder diese Teigtaschen mit Fleisch-Gemüse-Füllung, die sind auch lecker, wie auch die Fertig-Burger, wenn man sie noch mit Texicana-Salsa-Sosse und Zwiebelringen ausstattet. Oder diese Fertig-Fleisch-Mahlzeiten, die es jetzt in diesen Aluminium-Schalen gibt...
    Also im Grunde kann man sagen: Wenn etwas in einer Mikrowelle/Umluftherd erwärmbar ist, keine Pilze enthält und nicht nur aus Gemüse besteht, dann ist es meins.


    In diverse Fastfoodketten gehe ich im übrigen nicht; ist zu teuer und macht nicht satt.

    Das hat mich tatsächlich anfangs etwas gestört, aber da die Rahmengeschichte keinerlei Relevanz besaß und man das auch recht schnell erkennen konnte, muß man sich daran nun wirklich nicht hochziehen.
    Es wurde ein Grund für die Rückblicke geliefert und gleichzeitig das Finale mit einem Knall eingeleitet - ist vollkommen ausreichend.

    Ging mir aber auch so, als der Trailer anfing. Sarah Jane ? - Ach nein, ist ja Donna.
    Und beide wiederum verwechsle ich gern mal mit Harriet Jones. Hoffentlich taucht die nicht auch noch auf...

    Er muß ja den anderen nicht auf die Nase binden, warum er wirklich so ist, wie er ist. (Auweia, jetzt komme ich hier schon mit solchen Argumenten, die sonst stopwatch immer raushaut...). Aber, er hatte ja mal diese Liebelei mit der Pilotin aus der Vergangenheit, und die war ihm ja sehr wichtig, sodaß er gar nicht mehr an andere Frauen gedacht hat. Ganz so weit war es mit dem Hedonismus bei ihm also auch nicht her.

    Ja, endlich wurden mal die Hintergrundgeschichten aufgearbeitet. Jacks Flashback fand ich etwas überhastet; aber es sei verziehen, denn man wollte sicherlich den anderen Charakteren mehr Screentime geben, zumal man Jacks Vergangenheit ja schon in den letzten Folgen mehrfach thematisiert hat.
    Bei Toshi habe ich die Szene vermisst, wie sie das Schwein untersucht und dann auf den Doktor trifft - das hätte man ja spaßeshalber mit einbauen können, inklusive Jack, dem sie hinterher von diesem seltsamen Mann berichtet und der daraufhin in den Tisch beißt, weil er vielleicht den Doktor verpasst hat.
    Ich finde im übrigen nicht, daß das, was wir über Owen erfahren haben, nicht passen würde. Es ist doch gerade eine gute Erklärung, daß nachdem Owen seine Liebste verloren hat, er für sich entschieden hat, nur noch oberflächliche, kurze Beziehungen einzugehen, um so nie wieder derartig verletzt werden zu können.


    Die Auflösung: Spike kommt also wieder. Ich hätte mir für das Finale zwar eher die erste Angriffswelle der "Schläfer-Aliens" gewünscht, aber damit in der letzten Folge anzufangen, wäre natürlich auch nicht schön - außer es gäbe einen Cliffhanger. Die semi-interessante Geschichte um Jacks Bruder samt Spike mußte ja im übrigen sowieso noch zu Ende geführt werden, und da ist es gut, wenn man das alles nun noch hurtig über die Bühne bringt. Und ich bin sogar ein bißchen gespannt, wie das aussehen wird.

    Ha ha, aber nein, ich habe für mich entschieden, keinen Nachwuchs in die Welt zu setzen. Da muß man soviel Zeit und Nerven investieren, daß mir Beides dann wiederum für z.B. Torchwood fehlen würde, und das wollen wir doch nicht... ;)
    Was die Hochzeit angeht, zähle ich sie nicht zu den konservativen Konstrukten, da sich ihre Bedeutung ja inzwischen verändert hat. Früher einmal nur von der Kirche durchgeführt, wird sie jetzt ja auch von staatlicher Seite ausgesprochen, und ihr Sinn für die Gesellschaft ist weniger der Prolog zur Fortpflanzung, weil Kinder zeugen kann man auch ohne Heirat, sondern hauptsächlich als ultimativer Liebesschwur, sowie als Möglichkeit, Vorteile im Steuersystem zu erlangen.
    Wahrscheinlich ist es auch eher das, was mich an der Sache gestört hat; weniger daß über Nachwuchs gesprochen wurde, sondern daß mit Gwen und Rhys diese veraltete Abfolge propagiert wird: Sich kennen lernen -> Heirat -> Kinder
    Ich denke, es hätte mich weniger stört, wenn die beiden am Anfang der Staffel über dieses Thema geredet hätten, anstatt nun gerade kurz nach der Hochzeitsfolge. Das hat eigentlich erst dieses "Bäh, ist das konservativ !" in mir ausgelöst.


    Was das Jack-Thema angeht, kann man Deine Argumente durchaus gelten lassen, wobei das chronologisch nicht so richtig passt, denn als Gwen zu Torchwood stieß, herrschten da ja noch diese chaotischen Zustände, und auch eine generelle Kaltschnäuzigkeit. Man hat die Rift-Gimmicks bedenkenlos eingesetzt - vom Handschuh bis zum Pheromon-Spray, und erst Gwen hat ja dann diese menschliche Komponente ins Team gebracht. Deshalb wäre es für mich schon nachvollziehbarer, wenn Jack zu dem Zeitpunkt noch kein Problem gehabt hätte, es seinem Team zu sagen. - hätte im übrigen auch den Plot einen Tick interessanter gemacht, wenn Gwen die einzig Unwissende gewesen wäre, und all die Anderen ganz auffällig unauffällig versucht hätten, Gwen von dem Fall wieder abzubringen.

    Erstmal finde ich nicht, dass Jack dem Team alles erzählen oder erklären muss, zweitens scheint es Ianto ja zu wissen und drittens wusste Jack wahrscheinlich ganz genau, warum er Gwen von dieser Sache fernhalten wollte.


    Er hat Owen aber auch nichts gesagt, ebenso Toshi. Und Ianto mußte meiner Meinung nach Jack erst überreden ("Sag mir, was da los ist, oder heute gibts keinen Sex !") und wußte vorher auch nichts. Und dann ist dieses Sanitarium für Riftgestörte ansich eben auch nicht so problematisch, als daß man es geheim halten müßte. Natürlich hätte Gwen, wenn man das ihr nach ihrem Amtseintritt erzählt hätte, wahrscheinlich genörgelt, daß das nicht so ganz schön ist, wenn die Hinterbliebenen im Dunkeln gelassen werden, aber damit hätte sich die Sache dann auch erledigt. Diese Diskussion zu Umgehen, indem man einfach ein Geheimnis daraus macht, hat hingegen Jack recht schwach aussehen lassen. Befürchtet er, daß er sich bei seinem Team in der Sache nicht durchsetzen kann ?
    Und was das "Er muß ihnen ja nicht alles sagen" angeht, stimmt das zwar, nur macht es durchaus Sinn, dem Team nun gerade diese Anstalt nicht zu verschweigen, denn früher oder später könnten sie auch mal auf einen Rückkehrer treffen, und da wäre es ja blöd, wenn sie dann entgegen Jacks Regel einfach den Deformierten zu seinen Angehörigen zurückbringen, weil sie von der Insel nichts wissen.

    Zitat

    Ha, würden sie nicht über Kinder reden, hättest Du wahrscheinlich irgendwann mal geschrieben, wie unglaubwürdig es ist, dass ein verheiratetes Paar nicht über Kinder redet.


    Hätte ich nicht, denn als progressiv denkender Mensch, der ich bin, gehört für mich zum Bild der Familie nicht unbedingt der Nachwuchs. Eine kinderlose Ehe ist heutzutage nichts Seltenes, und gerade von einer Serie wie Torchwood erwarte ich eigentlich, daß sie dieses konservative Leitbild nicht mehr propagiert.
    Was das "Kann ja noch werden" angeht - ich bin ja immernoch davon überzeugt, daß Rhys in der Serie nicht das ewige Leben haben wird. Gwen schwanger in Staffel 7 ist natürlich trotzdem drin, aber dann wohl eher von Jack.

    Zitat

    Jetzt muss ich schmunzeln. Was ist das denn für eine Aussage? Da muss ich jetzt doch mal ne Lanze für Torchwood brechen und sagen, dass das genau eine dieser Folgen ist, warum Torchwood eben Torchwood ist, und nicht irgendeine andere Serie und so soll es bitte auch bleiben!


    Torchwood ist aber generell trotzdem eher actionlastig. Selbst in den bisherigen Charakter-Epsipoden wurde nebenbei trotzdem mal noch schnell die Welt gerettet, oder zumindest eine singende Aliensonde. Bzw. gab es in der ersten Staffel zwar auch ein, zwei entschleunigte Folgen, aber die boten nur wenig Drama und plätscherten stattdessen eher nur so dahin. So stellt die Folge "Adrift", mit ihrer durchgängig dramahaften, ruhigen Natur, vorerst die Ausnahme dar. Und ich persönlich finde es eben immer gut, wenn eine Serie auch einmal ein zu sich konträres Programm anbietet.

    Zitat

    In diesem Sinne. Frohe Ostern! :21:


    Danke, Dir auch. :16:

    Naja, man weiß ja nicht, wie so ein Dunkelstern aussieht. Das kann ja wirklich so ein grauenhafter, schrecklicher, vielleicht sogar widerwärtiger Anblick sein, daß einem gar nichts anderes übrig bleibt, als wahnsinnig zu werden. Ist mir persönlich ja auch schon mal fast passiert, als ich im Kino Star Trek 10 geguckt habe...

    Die bisherigen Episoden von Chris Chibnall waren ja qualitativ recht schwankend; vorallem innerhalb der Folge selbst. Hier und da gute Ansätze und geglückte Szenen, da und dort aber auch gern mal kompletter Unsinn oder einfach nur Ödnis. Ein Hauch von Letzterem wehte nun auch wieder durch diese Episode, aber Chibnall hat es zumindest diesmal verstanden, ein rundes Storypaket zu schnüren, das den Zuschauer nicht als hyperaktiven Dummkopf abstempelt, der wenn er nicht aller 10 Minuten eine Explosion sieht, sofort wegschaltet. Nein, "Adrift" möchte einfach eine Geschichte erzählen, und das wird überraschenderweise diesmal ohne Unterbrechung durchgezogen.
    Ein kleines Problem hat die Sache aber: Die Geschichte ist nicht mehr als solide und arm an Überraschungen. Man weiß fast immer, wie es in den nächsten 5 Minuten weitergeht. Natürlich war klar, daß Jack mehr weiß, als er erst zugab, daß sich auf dieser ominösen Insel die Verschwundenen befinden würden, daß Jack es ja eigentlich nur gut meint, und daß die Zusammenführung von Jonah und seiner Mutter zu keinem wirklichen Happy End führt. Und das ist für eine Geschichte natürlich immer recht ungünstig, wenn der Zuschauer dem Erzählstrang so vorauseilen kann und dann an jeder Ecke immer erst warten muß, bis die Geschichte wieder aufgeholt hat.
    Und dazu kommt auch noch, daß der Inhalt wenig spektakulär war. Der Rift schluckt also ab und zu Menschen (War die Info eigentlich wirklich so neu, daß der Rift beidseitig permeabel ist ?), und wer es zurückschafft ist bekloppt und wird auf einer Insel betreut. Warum Jack aus dieser Sache so ein großes Geheimnis macht und es seinen Mitarbeitern nicht einfach erzählt, wird nicht plausibel aufgeklärt, was aber nötig gewesen wäre, weil ja ein Großteil der Story aus dieser Geheimhaltung resultiert. Unglaubwürdig auch Gwens und Andys Reaktion, als sich der Raum mit Angehörigen von Vermissten füllt. Jedes Kind weiß, wieviele Menschen immer wieder spurlos verschwinden, da sollte man als Polizist nun wirklich nicht überrascht sein, wenn bei so einem Treffen viele Leute auftauchen.
    Bleibt noch der Sub-Plot zu erwähnen: Rhys ist zum 500sten Mal zickig, weil Gwen lieber arbeitet, anstatt für ihn zu kochen. Zumindest geht es daneben auch noch um das Thema "Nachwuchs", nur ist das für den Zuschauer nicht sonderlich spannend, denn Gwen wird sich natürlich keinen Braten in die Röhre schieben lassen, weil man als Hauptcharakter in einer actionreichen Serie nun mal nicht mit einem dicken Bäuchlein herumlaufen kann. (Wobei wenn ich federführend wäre, würde Gwen natürlich schwanger werden, bis ihr nach vier Monaten fiese Aliens den Embryo klauen und aufessen. So werden Dramen gemacht !)


    Fazit: Trotz meiner ganzen Nörgelei geht die Folge noch irgendwie in Ordnung. Es wird viel geredet, zumindest das Problem, ob die Mutter wirklich ihren Sohn wiedersehen sollte, war es durchaus wert zu beleuchten, und wir haben nun endlich mal Ianto und Jack beim Fummeln gesehen, anstatt es mal wieder nur erzählt zu bekommen. Als Teil einer anderen Serie würde ich "Adrift" wahrscheinlich für "schlecht" erklären, aber für Torchwood-Verhältnisse war die Folge...na sagen wir mal mittelgut, mit der Betonung auf Mittel.

    Wie wärs damit, dass dieser Zelluloid-Jack auf der Suche nach einer Partnerin, Gwen auserwählt hätte, um diese zu eine der Seinen zu machen. Das hätte Ianto auf den Plan gerufen, der sich damit in einem Zwiespalt gefunden hätte. Hilft er dem Team, Gwen zu retten oder versucht er dies sogar zu verhindern, um Gwen endlich los zu werden und Jack für sich alleine zu haben. ;)


    Jaaaa, sehr gute Idee. Natürlich müßte dann gerade Ianto während des Showdowns Gwen helfend zur Hand gehen, zögert dabei aber erst, was Gwen auch merkt und das ihm gegenüber in der letzten Szene der Folge auch noch einmal andeutet.
    Das Team verträgt sich zur Zeit sowieso viel zu gut, da käme ein bißchen Misstrauen gerade recht, um die Sache mal wieder etwas interessanter zu gestalten.

    "Small Worlds" fand ich damals gar nicht so schlecht. Aber da steckte hinter den Monster-Feen zumindest der Hauch von Logik. Wobei ich mir nicht sicher bin, wie gut die Folge funktionieren würde, wäre sie erst jetzt ausgestrahlt worden, denn bis auf die Episode mit Gevatter Tod drehte sich die gesamte zweite Staffel nicht um Übernatürliches, sondern um Außerirdische. Da wirkt es für den Zuschauer gleich doppelt merkwürdig, wenn plötzlich die Welt der Scheinwissenschaft verlassen wird, um sich dem Übernatürlichen zu widmen.
    Vielleicht hätte man die Thematik tatsächlich "wissenschaftlicher" angehen müssen. Ein bißchen über Licht und Materie schwadronieren, wie auch über Wesen, die in diesem Lichtzustand existieren und so auf Film gebannt wurden, nun aber einen Weg gefunden haben, sich in Materie zu konvertieren - hätte ich sofort akzeptiert. Und was für schöne Ideen man noch hätte einbauen können - z.B. ein zweiter Lichtzombie-Jack, der von den Wesen aus dem Film geholt wird und das Original ausschalten soll. Oder noch besser 24 Jacks pro Sekunde, die da aus der Leinwand hätten steigen können...


    Achso, und bevor der Erste fragt, wo er schon mal ein lebensstehlendes Paar gesehen haben könnte, weil ihm das so bekannt vor kam... -> Star Trek TNG: Gefahr aus dem 19. Jahrhundert (Time's Arrow). Nur hatte der zylindierte Seelenfänger dort keine Flasche, sondern einen Schlagenstab. (Was ich sehr viel Origineller finde, denn wenn Ianto zwecks Seelenlauscherei mit dem Ohr da herangegangen wäre, hätte ihm das Reptil gleich mal Selbiges abbeißen können (Was zu einer Ianto-Krisen-Folge geführt hätte, in der er sich mit dem fehlenden Ohr häßlich findet und Angst hat, daß ihn Jack nun nicht mehr liebt.))

    Ohne zu spoilern: Nein. Ist alles sehr harmlos. Kein Blut, und in Sachen Erotik leckt gerade mal ein Mann die Hand einer Frau. Mit Standbild und genau Hingucken kann man vielleicht in einer anderen Szene ihre Brüstchen unter den nassen Klamotten erspähen, aber so verklemmt sind die Briten da doch nicht, oder ?

    Hanebüchener Unfug, und zwar ganz Schlechter war das ! Wenn es sich dabei um eine Folge der alten Trickfilmserie "The Real Ghostbusters" gehandelt hätte, und ich 15 Jahre jünger gewesen wäre - ich hätte das stimmt gut gefunden. Aber hallo ? - Wir sind hier bei "Torchwood", eine Serie, die eigentlich mal für Erwachsene gedacht ist ! Sowas kann man doch den Zuschauern nicht anbieten ! Gefilmte Personen, die plötzlich wieder lebendig werden, gar aus der Leinwand steigen, Menschen den "letzten Atem" stehlen und am Ende besiegt werden, in dem man sie wieder filmt und den Film dann überbelichtet - dieses kindische Fernsehmannsgarn wäre nicht einmal schlüssig gewesen, wenn Torchwood thematisch rein übernatürlich angesiedelt wäre.
    Und dann dieses Ende...da fühlte ich mich gleich wieder an eine Kinderserie erinnert, nämlich "Goosebumps" ("Gänsehaut - die Stunde der Geister"), in der fast jedensmal am Ende ebenfalls mit dem Holzhammer darauf hingewiesen wird, daß das Böse eigentlich gar nicht besiegt wurde. Damit sich die kleinen Kinderchen nochmal richtig fürchten.
    Rein handwerklich muß sich die Folge außerdem die Kritik gefallen lassen, daß sie sehr gestreckt wirkte. Gleich mehrfach wurde die überschaubare Handlung von den Charakteren rekapituliert und erklärt, irgendwelche unwichtigen Beobachtungen wiederholt. Man sieht eine Flasche, mit der der Atem eingefangen wird. Nächste Szene: Bösewicht erklärt seiner Gehilfin (die das ja eigentlich wissen müßte) "Das ist meine Flasche, mit der ich den Atem einfange." Nächste Szene: Gwen vermutet "Ich glaube, der Bösewicht hat eine Flasche, mit der er den Atem einfängt." Nächste Szene: Gehilfin des Bösewichts hält Monolog "Ist es nicht schön, so eine Flasche haben. Und was die Tolles kann...den Atem einfangen !" Nächste Szene: Ianto deutet panisch gen Bösewicht - "DA ! DIE FLASCHE ! MIT DER FÄNGT ER DEN ATEM EIN !". Nächste Szene: Krankenschwester fragt "Was ist'n daaas ?", darauf Jack "Das ist eine Flasche, in der Atem einfangen wurde."... Fehlte nur noch am Ende ein Gewinnspiel: "Gewinnen Sie 1000 Pfund, wenn sie uns folgende Frage beantworten: Was wird mit der Flasche des Bösewichts eingefangen ? a) Atem, b) das letzte Fünkchen Verstand des Zuschauers --- Rufen Sie jetzt an !"
    Immerhin, um noch etwas Positives zu sagen, kann man der Folge die vernünftige Realisierung zugutehalten. Die Gastdarsteller waren allesamt gut und passend gecastet, das Kino eine interessante Location und der alte Film sah auch halbwegs alt aus. Aber mehr Gutes kann man über diese Folge nun wirklich nicht sagen.

    Wenn in Serien geheiratet werden soll, endet die Folge zumeist damit, daß die Braut oder der Bräutigam entweder kalte Füße bekommt und die Hochzeit abbläst, oder aber sogar stirbt. Und da ich Rhys schon seit der ersten Staffel drehbuchtechnisch als extrem lebensgefährdet eingestuft habe, denn Gwen müßte ja mal irgendwann für Jack frei werden, hatte ich schon gedacht, heute wäre es nun soweit. Aber nein, stattdessen etwas Unvorhersehbares - Gwen bekommt einen außerirdischen Braten in die Röhre geschoben und darf auf ihrer Hochzeit auch noch 28 Days Later nachspielen. In der Kombination eine durchaus originelle Idee; würde mir jetzt auch nicht einfallen, wo ich das schon mal gesehen hätte. Schwanger vor dem Altar kennt man, aber mit einem Alien im Bauch...die Outer Limits Folge habe ich wahrscheinlich verpasst.
    Positiv ebenfalls, daß man aus dieser Folge kein Drama gemacht, sondern die Skurilität dieser Problematik gekonnt ausgespielt hat. Es war von Anfang an klar, daß am Ende alles gut ausgehen würde, und dann funktioniert ein humorigeres Torchwood auch. Und weil man sich nicht so ernst genommen hat, kann ich mich auch nicht darüber aufregen, daß dieser zweite "Zombie" so kugelressistent war - man wollte eben die Sache mit einem großen Knall beenden. Wobei in der Hinsicht vielleicht dann doch die Kritik erlaubt ist, daß wenn man schon das Drehbuch auf so etwas ausrichtet, letztendlich auch ruhig hätten sehr viel ausführlicher Gedärme durch die Luft fliegen können. Wenn schon Splatter, dann aber auch richtig !
    Fazit: Keine Über-Episode, denn wenn schon geheiratet wird, hätte man vorher durchaus auch einen halben Weltuntergang praktizieren können, weil es ja ansich schon eine besondere Folge ist, aber nun gut, "Something Borrowed" war unterhaltsam, spaßig, insich stimmig und hat damit auch durchgängig funktioniert. Geht in Ordnung.


    Ach und ja, die letzten Sekunden waren auch sehr schön. Hat die Folge gekonnt wieder runtergeholt.