Beiträge von Solus

    Ich werde mir einfach mal erlauben, an dieser Stelle nicht nur über den 2.Teil, sondern über die gesamte zweite Episode zu schreiben. Wer also bis jetzt nur den zweiten Teil gesehen hat und sich für Teil 1 nicht spoilern lassen möchte, liest besser nicht weiter !


    Also, wie fand ich "Eye of the Gorgon"...mittel-gut würde ich sagen. Das Szenario mit Medusas Schwester in der Neuzeit samt gehirngewaschenen Nonnen kann man durchaus als unverbraucht bezeichnen, und auch das Altenheim samt verwirrter Oma gefiel mir sehr gut. Da hat der eine oder andere junge Zuschauer bestimmt Lust bekommen, selbst mal wieder seine Großmutter zu besuchen und ihren verrückten Geschichten zu lauschen. Vielleicht sind ja diese sogenannten "Weltkriege", von denen sie immer erzählt, gar nicht von ihr erfunden...


    Aber zurück zum Thema, und da komme ich auf die Handlung zu sprechen. Die hatte ja so ihre Höhen und Tiefen. Sehr ärgerlich auf jeden Fall, daß Luke immer weiter zum Vollidioten reduziert wird. Er bekommt einen seltsamen Anhänger geschenkt, sagt aber niemanden etwas, spielt dafür dann vollkommen offentsichtlich damit herum, macht bösenartigen Nonnen die Tür auf und steigt bei denen sogar noch nahezu freiwillig ins Auto ein, um in den letzter Sekunde zu merken, daß das vielleicht doch keine gute Idee war, um dann doof aus der Heckscheibe zu gucken. Die Botschaft des Autors an die Zuschauer könnte in dem Zusammenhang durchaus sein, daß sie nicht mit fremden Personen reden sollen, auch wenn sie vertrauenswürdig erscheinen, nur wurde das völlig falsch umgesetzt, denn der Zuschauer selbst wußte ja schon, daß die Nonnen Böses im Schilde führen und so, wie sie sich verhalten, hätte das für Luke genauso klar sein müssen. War es aber nicht, denn anstatt die Figur "Luke" als jemand dargestellt wird, der unsere Welt nicht versteht, weil er sie nicht kennt, wirkt er immermehr so, als wäre er einfach nur zu dumm, um sie zu verstehen.


    Daneben gab es für mich in dieser Episode noch kleinere Ärgernisse. Zum Einen wäre da die Szene, in der Luke seinem sehr viel schlaueren Freund erklärt, daß es in großen, alten Gebäuden Geheimgänge gibt. Vollkommen überflüssig, denn das weiß jedes Kind. Da muß man nicht so tun, als wären die Sarah Jane Adventures die erste Serie, die Geheimgänge zum ersten Mal auf der Welt themasiert.


    Ebenfalls ärgerlich die Idee mit dem Spiegel, den Maria von Crazygranny bekommt. Da dachte ich erst, es käme nun so etwas wie die Medusaszene in "Kampf der Titanen". Todesmutig begibt sich Maria in einen Raum, in dem die unverhüllte Gorgonin sitzt und kann sich nur ihren Weg zum Anhänger bahnen, indem sie immer in den Spiegel schaut. Aber Pustekuchen, im albernen Finale kommt sie einfach zur Tür reingesprungen und hält den Spiegel vor das faltige Gesicht ihrer Nachbarin, um so die Welt zu retten. Es ist zwar toll, daß sie vom Altenheim den Weg zum Kloster, dann hinein und auch noch zum richtigen Raum gefunden hat, um dort sogar noch mit diesem billigen Spiegel genau das Richtige zu tun, Aber eigentlich wirkt das doch alles eher so, als hätte der Autor schnell ein Ende erfinden müssen, weil am nächsten Tag des Drehbuch fertig sein mußte. Und das ist dann nicht toll. Zumal an dieser Stelle auch noch die bescheuerte Pointe der Episode erwähnt werden muß - die Großmutter bekommt den Anhänger und hört daraufhin ihren verstorbenen Mann. So ein Unfug ! Da wäre es netter gewesen, einfach Maria als letzten Satz verkünden zu lassen "Hey, Sarah Jane, ich finde wir sollten die alte Frau ab und zu mal besuchen...". (ich persönlich wäre im übrigen aber auch zufrieden gewesen, wenn die alte Frau nach dem Umhängen des Medallions zu Stein geworden wäre, und zwar für immer...)


    Letzter Kritikpunkt wäre dann noch die Medusenlady selbst. Anstatt computeranimierter Schlangenhaare gab es nur eine billige Runzelhautmaske - öde !


    Ja, sehr viel mehr gibt es dann auch nicht zu sagen. Trotz der ganzen Kritikpunkte war es ja durchaus recht unterhaltsam. Aber ein bißchen mehr hätte schon drin sein können. Also mehr Gutes, und ein bißchen weniger Schlechtes. So ist die Episode für mich eben gutes Mittelmaß.

    Insofern kann man ja nun als Zuschauer in dem Glauben gelassen werden, dass der kleine Slitheen aus dieser ganzen Situation gelernt hat, dass seine Eltern mit einigen ihrer Ansichten falsch lagen. Und dementsprechend will er vielleicht in Zukunft gar kein Böseweicht mehr sein :20:

    Dafür hat dem Kleinen aber der Aha-Effekt gefehlt. Die Slitheen haben ja nicht verloren, weil sie böse waren, sondern weil sich ihnen einfach jemand in den Weg gestellt hat. Entsprechend hat er daraus nicht gelernt böse=schlecht, sondern nur, daß man seinen Gegner niemals unterschätzen darf, bzw. daß man die Türen zu seinem Geheimlabor immer abschließen sollte.


    Nein, Slitheenchen bleibt ein böser Junge und wird beim nächsten Weltvernichtungsversuch auch noch weniger Fehler machen. Der wird bestimmt so eine Art "Master" der Sarah Jane Adventures, sofern sich die Serie hält.

    Was das Slitheen-Kind angeht, fand ich es eher problematisch, daß Sarah Jane am Ende dessen Flucht mit der Begründung erlaubt hat, es sei doch noch ein Kind gewesen. Es wollte ja dennoch einen mehrfachen Mord begehen und hat wahrscheinlich zumindest seinen Wirtskörper getötet, ist also rein vom rechtlichen Standpunkt nicht minder schuldig als die erwachsenen Slitheen. Und gerade in einem Land, das in letzter Zeit mehrfach auf Grund von Jugendkriminalität in Verbindung mit besonders jungen Tätern in der Presse erwähnt wurde, ist es vielleicht nicht so ganz optimal, im Fernsehen dann diese Art von "Happy End" zu präsentieren. Explodierende, minderjährige Außerirdische wären natürlich auch nicht jedermanns Geschmack (wenngleich ich persönlich das doch recht innovativ gefunden hätte), aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten, den grünen Balg seiner gerechten Strafe zu zuführen. So hätte er z.B. vor der Explosion in seine menschliche Hülle schlüpfen und den großen Knall überleben können, wodurch jedoch seine Hülle mit ihm verschmolzen wäre. - für immer das Leben eines dicken, von allen verspotteten, "primitiven" Menschen führen zu müssen, das wäre doch für einen "hochentwickelten", außerirdischen Predator eine durchaus gerechte Strafe gewesen...

    Stewart soll aber bekanntlich gern recht hohe Gehälter fordern. Ihn in zwei Folgen mitspielen zu lassen würde das Budget wahrscheinlich dermaßend sprengen, daß dann die restlichen Folgen der Staffel alles Spar-Episoden sein müßten. Und bevor ich mir "More love & more Monsters" in der XXL-Version anschauen darf, kann der nächste böse Bartträger von mir aus auch von Ingo Lenßen gespielt werden.

    Udo Kier ! :love:


    Benoît Poelvoorde (Mann beißt Hund) als Master könnte auch ganz interessant werden, ansonsten schließe ich mich mal der kollektiven Meinung an, daß Rumburak der nächste Master sein muß. Der "Zauberring" des letztes Masters ist doch bestimmt schon ein versteckter Hinweis RTDs, daß es genau in die Richtung geht...

    Wenn es eine eher...reife Rani sein soll, Annette Bening.
    Für eine gegenüber dem aktuellen Doktor gleichalte Rani, Shannon Doherty.
    Und wenn es eine junge, stylische, frische, noch nie dagewesene Rani sein soll, Chiaki Kuriyama.