Beiträge von Coorec

    Ich mag Clara eigentlich. Und sie wird auch sehr gut gespielt. Ein echtes Manko sehe ich jedoch darin, wie wenig sie versucht zwischen den beiden Männern in ihrem Leben zu vermitteln. Sie kann mit allen möglichen tödlichen Aliens verhandeln, hat brilliante zwischenmenschliche Ideen in den größten Krisenmomenten, aber beim Doc und Danny steht sie nur da wie ein begossener Pudel, guckt traurig oder nölt rum. Das geht irgendwie nicht zusammen und deshalb wirkt es so, als sei es sehr künstlich gemacht, um den Ausstieg vorzubereiten.


    Das mir die Wesensveränderung des Doctors zu rasant geht, dass man ihm Gallifrey kaum noch anmerkt, oder wie bereits oben genannt, die Faszination abhanden gekommen zu sein scheint etc. habe ich ja schon mal woanders gepostet, aber ich schreibs der Vollzähligkeit mal hier mit rein. Capaldi mag ich als Darsteller sehr, seine Rolle im Moment nicht so. Das kindische Rumgezanke mit Robin Hood oder Danny und dann der ruppige sich überlegen fühlende Zeitreisende und dann wieder der sachliche Wissenschaftler. Das sind mir zu viele unterschiedliche Facetten. Kommt mir jetzt bitte nicht wieder mit "das war aber früher auch schon mal so". Kein Plan, aber hätte mir da vermutlich dann auch nicht gefallen.


    Danny hätte als Character (Companion-companion?) in der Serie viel Potenzial, das leider bisher nicht genutzt wurde.


    Die Nebenhandlung mit Missy ist bisher vollständig ohne Relevanz oder Bezug zur Handlung geblieben. Das kommt sicher noch.


    Meine Highlight Folgen bisher waren Deep Breath und Time Heist.


    Die Staffel finde ich im übrigen sehr gut produziert, auch wenn die schnellen (modernen) Schnitte und Handlungsfolgen häufig unnötige Hektik in die Handlungen bringen. Aber das ist heutzutage eben so.


    Auch wenn die große Begabung von Gattis/Moffat und co. Geschichten zu erfinden, sich leider nicht so hervorragend auswirkt wie bspw. bei Sherlock, bin ich insgesamt doch sehr zufrieden mit der Staffel :)

    Reichen die eine 900 Jahre dauernde Belagerung, in der es immer wieder zu Kämpfen mit den unterschiedlichsten Rassen kam (und eine 300 Jahre lange Trennung vion der Tardis)?

    Was hab ich denn da erzählt bekommen? Dass er schnitzen kann? Dass er altert? Dass er müde wird und trotzdem nicht aufgibt? Er ist bis zum letzten Moment der selbe Doctor mit dem selben Wesen, und verändert sich für mich erkennbar nicht. Bis hin zum Anruf in die Zukunft. Empathisch, besorgt, dankbar?


    Wie auch immer. Ich hab eigentlich nur meine Eindrücke über diese Folge gepostet und gar keine Grundsatzdebatte lostreten wollen. Als nur NewWho Gucker kann ich auch die Dinge nur seit diesen Staffeln beurteilen. Das tu ich und geb mein Feedback. Dass das aus der Sicht aller 12 Docs anders aussehen mag ist mir durchaus klar. Aber das verändert ja meinen Eindruck nicht.


    Ich les jedenfalls ganz interessiert mit, wenn jemand hier mit seiner Gesamtschau, zu anderen Wertungen kommt, und find das spannend. So unter dem Motto "ah, so kann man das auch sehen". Dachte deshalb das meine Meinung auch von Interesse sei, und nicht gleich "Überzeugungsarbeit" geleistet wird, dass ich das alles falsch seh ;) Ich sehs halt wie ichs seh. Da gibts kein richtig oder falsch, oder?


    Ich hab jetzt jedenfalls mehr als genug in dem Thread für diese Folge geschrieben. Ich freu mich auf die nächste, und den nächsten Thread. Bis denn dann :)

    Stimmt. Der neue Doktor ist mit Absicht wesentlich anders als die davor. Doktor Who ist nur so 50 Jahre alt geworden. Um mal ein Classics Beispiel zu nehmen: Mit der 7. Staffel hatte sich damals die gesamte Serie geändert (Farbdreh, der Doktor war fester Teil von UNIT, der Doktor war wesentlich ernster und bekämpfte seine Gegner mit Aikido und und und). Nur so bleibt die Serie nunmal frisch. Das musst du ja nicht mögen, aber ich finde, es war die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt.
    Abgesehen davon, finde ich durchaus, dass es passt. Smiths Doktor konnte mit menschlichem Verhalten nichts anfangen, war aber grundsätzlich sehr offen, um das zu überspielen. Beim 12. Doktor ist es genauso, nur betont er seine Andersartigkeit.


    Da bin ich ganz bei Dir. Veränderung ist gut, hält die Serie am Leben und unsere Gedanken auf Trab.


    Meine Kritik richtete sich ja eher an die Plötzlichkeit und Abruptheit. Ich hätte mir vorstellen können, dass man (vlt. sogar schon in der Vorgängerstaffel) Episoden, Erlebnisse, Erfahrungen eingeflochten hätte die diese Wesensveränderung ein bisschen ein- oder herleiten. Bis er dann zu dem Punkt kommt an dem sein "Impossible Girl", daß für ihn in seinen Zeitstrom gehüpft ist, die seinen "carer" darstellt sich so entfremdet fühlt dass ihr endgültig der Kragen mit ihm platzt und sie ihn verläßt. So meinte ich das mit meiner Bemerkung dass mir die Veränderung zu rasant und wenig nachvollziehbar geht. Ich mag halt einfach gern Geschichten lesen und gucken. Mag es wenn Dinge sich entwickeln und ich mitgenommen werde.

    Kein Problem. Es gibt ja auch VHS...

    :D


    Trotzdem Danke für die Anregungen und Hinweise von allen. Wenn ich das Gefühl bekomm, dass ich die Classic Who Filme sehen will, dann ist es auf jeden Fall super hilfreich zu wissen, dass man kein HD kaufen braucht. Mal sehen =)

    Es war IMMER so abrupt. Die einzigen Doktoren, die sich etwas ähneln sind David Tennant und Matt Smith. Und auch da nur in einigen, wenigen Aspekten. Christopher Eccleston hat auch fast nichts mit dem 9. Doktor gemein, genau wie dieser mit McGann oder dem War Doctor.
    8. Doktor: Edwardian Gentleman, der stets versucht ruhig und gefasst zu bleiben
    9. Doktor: Abgebrühter "Veteran", der gerne mal andere Spezies verunglimpft
    10: Doktor: Space Jiggolo, der zu jedem Monster erstmal sagt, wie hübsch es ist
    Die haben alle nicht viel miteinander gemein, was auch die Absicht dahinter ist.


    Das meinte ich gar nicht mit wesensfremd. Muss ich vielleicht erklären. Werte, Normen und Verhalten basieren ja auf Erfahrungen. Die Doctoren die ich bisher gesehen habe, teilen alle einen gewissen Erfahrungsschatz und das merkte man ihnen unabhängig von Stil und Auftreten an, fand ich. Die Folge mit den drei Doctoren hat das schön gezeigt. Sie waren sehr unterschiedlich, und doch sehr sehr ähnlich in bestimmten Momenten. In bestimmten Gedankengängen. Beim neuen Doctor kann cih das so nicht wieder erkennen. Versteh mich nicht falsch, ich mag Capaldi. Aber die Änderug zum Vorgänger bis hin zur Wesensfremdheit gefällt mir nicht so sehr. Da kann ja Capaldi nix für.
    Und ein Nachsatz sei mir noch erlaubt. Selbst wenn es immer so ist, und bei jedem Doctor so wäre, wäre es keine Grundlage dafür, dass sichmein Empfinden dahingehend veränderte.


    Uhm, bisschen von oben runter Deine Antwort oder? Hatte erst überlegt ob ich überhaupt antworten soll. Hab eigentlich keine Lust mich hier rum zu zanken oder so was. Aber dann dachte ich mir, vielleicht meinst Du es gar nicht so, und wir haben einfach unterschiedliches Sehverhalten und Vorlieben. ;)


    Das kann schon sein, dass es früher auch schon mal so abrupt war. Dann hätte es mir sicher auch nicht so gut gefallen. Ich hab nur die NewWho Folgen bisher gesehen. Da waren die Änderungen bis hierher zwar klar erkennbar aber nicht so drastisch. Das hat mir besser gefallen.


    Mit dem "er erinnert sich nicht" meine ich Col. Orson Pink. Die Reise zum Ende der Zeit und seine Rettung durch ihn hätte ihm durchaus in Erinnerung bleiben können, denke ich.


    Zu Danny Pink. Also wenn das meine Freundin wäre, dann würde ich, nach allem was ich in Coal Hill erlebt hätte, wohl anders reagieren. Versuchen mitzureisen, zu beschützen. Wie bereits von anderen geschrieben, finde auch ich ihn irgendwie manipulativ und mag ihn nicht mehr so sehr wie am Anfang. In mehreren Szenen hat er Clara genau so unter Druck gesetzt wie der Doctor. Ich hätte ihn mir lieber als 3ten Mitreisenden in der Tardis vorgestellt, der die Vorurteile des Doctors gegenüber Soldaten abbauen hilft. Hatte da nach "..a good start.." so meine Hoffnungen. Nun ja...


    Story Arc. Ich weiss all ihr erfahreneren Who Gucker, habt da offensichtlich andere Vorstellungen. Aber für mich ist diese Missy Sache bisher eine Neben-Neben-Handlung die einen zukünftigen plot bestenfalls andeutet. Auf jeden Fall nicht im Ansatz vergleichbar mit Amy's Riss in der Wand. Die eigentlich prominente Haupthandlung, die sich in jeder Staffel 8-Folge fortgesetzt hat, ist die Entfremdung Claras vom Doctor, der Zuwendung zu Danny, und der möglichen Trennung vom Doctor. Auf die habe ich mich auch bezogen. Sie nimmt deutlich mehr Raum in dieser Staffel als die Missy-Sache.

    Ich glaub ich drück mich nicht deutlich genug aus.


    Ich möchte keine CD's, DVD's oder Blue Rays kaufen.


    In meinem Tonstudio steht ein relativ leistungsfähiger PC mit 3 Monitoren dran. Einer davon 40 Zoll HD. Ne tolle Soundanlage in einem tollen akustikoptimierten Raum. Es liegt nicht an der Technik. Es liegt dran dass ich keine sich ständig selbstüberholenden Datenträger kaufen will, die ich mir dann 1 oder 2 mal anschau. Deshalb warte ich gern auf einen Video on Demand Dienst der die Dr.Who Classics anbietet. Irgendwann kommt das bestimmt mal :)

    Echt? Mach kein Quatsch .. ;)


    Ich hab DVD Player. Aber nicht mehr aufgebaut. Ich mag einfach keine CD's, DVD's, Blue Ray's und co. mehr kaufen. Hab meine CD und DVD Sammlungen seit Jahren im Keller. Irgendwann gibt es das sicher mal als "video on demand".

    Abgesehen davon, dass ich nicht weiss wo man sie herbekommt (kein DVD und kein Blue Ray Player im Wohnzimmer), ist das einer der Gründe warum ich die Classic Folgen noch nicht geschaut hab. Will mir den guten Eindruck den ich bisher von den 7,5 Staffeln habe, nicht kaputt machen mit Sachen aus den 60ern/70ern. Hab bisher noch nie ne Serie aus der Zeit gesehen, die ich gut fand.

    Zeugt von Stehvermögen, dass Du trotzdem dran geblieben bist, obwohl du die beiden mit Inbrunst nicht ausstehen konntest.


    Mich mussten diese Beiden überzeugen. Eine zweite Chance hätte DW nicht bekommen und ich wäre um eine schöne Erfahrung ärmer. Haben die beiden gut gemacht :)

    Mir geht die Veränderung des Doktors zu rasant. Nicht nur, dass er komplett wesensfremd zu seinen Vorgängern zu sein scheint, er weiss auch manchmal schon nicht mal, was ein oder zwei Folgen vorher passiert ist. Mir geht da zusehends die klare Linie verloren.


    Die Abstimmung per Licht fand ich ne sehr schöne Idee. Als dann sozusagen ein Land nach dem anderen vom Netz ging, konnte man sicher nicht mehr an eine Abstimmung per Lichtschalter glauben, weshalb die einsame Entscheidung der beiden (dreien) auf dem Mond am Ende folgerichtig erscheint. Aber selbst eine demokratische Entscheidung hätte ja eine moralisch falsche Handlung nicht gerechtfertigt (Gewissensfrage).


    Dieser Test der Menschheit auf ihre moralische Integrität (wie auch immer er physikalisch zustande gekommen sein mag), inklusive Ei, Ding was rausgeflogen ist (hat mich vom Wesen, nicht der Form, an den Sternenwal erinnert), und neuem "Ei" fand ich zwar sehr fantastisch aber gut.


    Das Mitfliegen der Schülerin (und dessen zustande kommen) fand ich nicht besonders gelungen. Die Crew der Raumfähre selbst, dessen Verhalten und auch das dazugehörige Bodenpersonal waren aus meiner Sicht ziemlich daneben.


    Dass Danny seinen Beschützerinstinkt auf der Couch auslebt ist nicht sehr glaubhaft.


    Alles in allem war diese Folge doch (wieder mal) sehr darauf ausgerichtet die Story-Ark zu rechtfertigen und voran zu bringen, worunter regelmäßig die Qualität der Einzelfolgen leidet. Das hat mir in früheren Staffeln besser gefallen.

    Ich habe auch erst vor kurzem, als Amazon Prime die ersten beiden Staffeln umsonst drin hatte, angefangen Dr. Who zu schauen. Mittlerweile habe ich glaube alle 7,5 neuen Staffeln gesehen (wobei ich das Gefühl habe mir fehlen ein paar Folgen zwischendurch).


    Interessanterweise trauere auch ich Rose als Charakter mehr nach als den danach kommenden Companions.


    Vielleicht ist es ja so, dass Neulinge Dinge anders sehen als alte Fans. Oder das das Team mit dem angefangen hat, einen eher prägt. Aber eigentlich würde ich sagen, dass jeder Zuschauer unterschiedliche Sympathien und Vorlieben mitbringt, und deshalb wahrscheinlich auch jeder Companion seine Fans und seine Nicht-Fans haben dürfte.