Beiträge von Obscuriosity

    Wenn Chibnall genau so viel Mühe in die Staffel investiert wie in die Geheimhaltung ihrer Produktion kann das ja was werden.


    Ich denke, dass es eher an der, mit der Ernennung eines weiblichen Doctors verfolgten Strategie liegt, den Überraschungseffekt möglichst aufrecht zu erhalten und natürlich die Neugier aller Fans und Casual Zuschauer zu wecken. Spoiler dienen ja dazu, den Hype zu entfachen und mit dieser radikal neuen Geheimhaltung sagt man gleich auf zweierlei Weise: "Hier kommt was neues, freud euch drauf!". Wir werden sehen, ob das, was da geheim gehalten wird wirklich spektakulär, oder eher experimentel und gefährlich ist.

    Ich halte es schon für sehr trendig. An meiner Uni laufen sehr viele Freigeister/Hipster rum. Dort würde sie kaum mehr auffallen als der Rest.

    Sind Hipster wirklich Freigeister, oder doch nur pseudo-avantgardistische Modezombies? Ich weiß, villeicht das falsche thema.


    Zu des Doctors neue Kleider: Ich frage mich wirklich, wie sie mit der Hose und dem Mantel rumlaufen will. Hoffentlich ändert sich nicht das recht schöne New Who Motto "run!", da das manische umherrennen für mich untrennbar mit dem Doctor verbunden ist.

    Ich kann schwer verstehen, warum Leute Fanfictions schreiben.
    Fan-Theorien sind für mich (im idealen Fall) Gehirnjogging und eine schöne Anregung zur befruchtenden Diskussion, Fan-Fictions (meist) einfach der traurige Versuch, kreativ zu sein, ohne sich wirklich eigener Ideen zu bedienen.

    Nicht wirklich. In erster Linie unterscheidet das Schreiben von Fanfiction nichts von dem, was die Autoren der Serie auch, nur eben gegen Bezahlung tun. Man konstruiert, nach Möglichkeit origenelle Geschichten in einem Universum, welches man nicht selbst entwickelt hat, durch den eigenen, kreativem Beitrag jefoch erweitert. Man könnte, um den Zynismus zuzuspitzen auch sagen, dass sämtliche Autoren von Fantasy und Scince Fiction völlig unkreativ sind, weil sie nur die immer selben Konzepte wieder aufwärmen und nur in eigene Geschichte packen.


    Kreativität meint nicht unbedingt eine völlig neue Idee in die Welt zu setzen, sondern dss Bestehende zu etwas neuem zusammenzusetzen.

    Eine Charackterentwicklung des Doctors, auch in eine nicht nachvollziehbare richtung hatten wir ja schon. Der 10. ist ja von einem hyperaktiven Enthusiasten zu einem depressiven Wrack degeneriert.

    Ich denke doch das alles stimmt. Der Doctor will nicht regenerieren, weil er zum einen nicht wieder wer Anderes sein will und weil er einen weiteren Zyklus von wechselnden, sprich immer wieder neugeborenen und sterbenden Persönlichkeiten verhindern will. Er hat schlichtweg genug davon, immer wieder zu sterben und sich aufs Neue neuzufinden.

    Die Utopie von Star Trek halte ich für absurd. Als Teenie fand ich das noch cool, aber da war ich auch noch "dumm". Hätten wir im Geschichtsunterricht mehr über den Kalten Krieg und den Kommunismus gehabt, würde ich Star Trek hassen.
    Ich habe nichts generell gegen Utopien, aber Utopien bleiben Utopien und die können nie so bestehen wie wir es gerne hätten. Der Mensch ist dafür einfach zu unterschiedlich. Ich bin auch der Auffassung, dass eine Utopie auch gleich eine Dystopie ist. Es kommt darauf an, auf welcher Seite/Position/Sicht man ist.


    P.S.: Ich sperme nicht, sondern war zu faul zum schreiben. ;)

    Vieles von dem, was Thomas Moros in seiner "Utopia" an Ideen aufgeführt hat, galt als unrealistisch, träumerisch, ja "utopisch", bis sich diese nach und nach verwirklicht haben. Natürlich nicht ohne Wiederstand und nicht immer perfekt, aber vergleich doch mal das Welt- und Menschenbild des modernen Menschen mit dem der voraufklärerischen Menschen. Ja, Aufklärung und Humanismus haben so einiges, grundlegendes verbessert. Sie haben der Menschheit einen größeren Dienst erwiesen, als alle religionen, welche sich immer als moralstiftende Instanz inszinieren und in der Zeit, in der sie ungehemmt herrschen konnten überwiegend nur Verwüstung und Leid hervorriefen.


    Star trek geht einen Schritt weiter. Eine Fortführung des Humanismus, nicht gegen die tradierten religionen, sondern gegen die momentan vorherrschende. Dem Kapitallismus.


    Das muss dir nicht gefallen, aber du musst es dir ja auch nicht ansehen. Ideale sind auch nicht dafür da, vollkommen erreicht zu werden, sondern um uns eine richtung zu geben, der wir entgegenstreben sollten. Star trek ist in der Hinsicht besser, als dieser nihilistische Kram, welchen man uns heute als Science Fiction zu verkaufen versucht.

    Ich würde mich als trekkie bezeichnen, finde es aber super, dass man Star trek visuell verfremdet. Das ist eine ähnliche Erfahrung, wie wenn man nach TNG und allen nachfolgenden Serien zum ersten mal TOS sieht. Der Geist Gene Roddenberrys steckt da drin, ist aber nur in eine völlig "neue" Form verpackt. Ich finde es immer ziemlich erfrischend, Neuinterpretationen des selben Universums zu sehen, weil die Welt, zumindest für mich irgendwie wirklicher wirkt. Nach dem dieser TNG Stil in Voyager und Enterprise mehr als ausgelutscht war, war es doch eine weise Entscheidung, mit diesem inzestuös fortgeführten Schmierentheater zu brechen und in der Hinsicht einen stillistischen Zeitsprung zu machen, unabhängig davo, dass die Serie nur zehn Jahre vor TOS spielt.


    Ich verstehe, dass man als typischer Serienfan auch was das Visuelle angeht Einhaltung einer gewissen Kontinuität verlangt, aber mal ehrlich, die Kontinuität wurde lange vorher gekillt, und zwar als man es warum auch immer für Nötig befunden hat, das Aussehen der Romulaner ohne jede Erklärung! in TNG zu verändern und die TNG Klingonen, die Ferengi, ja sogar die Borg in ENT auftreten zu lassen. Man hat natürlich allerlei Rechtfertigungen herbeigewerkelt, welche aber zumindest für mich allesamt halbherzig waren.


    Überhaupt sind die Klingonen auch vor Discovery das größte Kontinuitätschaos gewesen. Nicht nur was das Äußere angeht, diese ganze Kriegerkultur und der Unfug mit der "Ehre" kam erst in TNG und steht im Wiederspruch zu dem, was wir in TOS über die Motivation für ihre Kriegstreiberei erfahren haben.


    Mir geht eher um den Geist als die Substanz und da seh Ich eher die entscheidende Schwachstelle an Discovery.


    Ach ja, die Pilze. Star trek hatte schon immer komische Konzepte. Die galaktische Barriere (Wie und Warum???), Q, Sha Ka Re, die Urhumanoiden, der Rieseneinzeller, aber das gefällt mir gar nicht. Eine geheimnisvolle, lebende Kraft, welche alles Leben in der Galaxis erschaffen hat und verbindet? May the Fungus be with you.

    Peter Lustig hat wirklich viele Eigenschafften, welche einen Time Lord in ihn verdächtigen lassen. Ein komischfreundlicher, naturwissenschafftlich versierter alter Mann, welcher allein in einer blauen Kiste lebt und den Kindern erklärt, wie das Universum funktioniert.

    Meine schlimmsten Albträume würden wahr werden! Fehlt nur noch das sie sich nicht über die Farbe ihrer Nieren beschwert sondern sofort nach der Regeneration ausruft sie habe eine Laktoseintoleranz


    Der Doctor ist ein Exzentriker, insofern sollte es einen Fan nicht wundern, wenn er/sie irgendwelchen Hobbys nachgeht. Wir reden hier von einem Mann/einer Frau, welche(r) sich in seinen 900ern an Comics für kleine Kinder erfreute.

    Ich habe den Film im Kino gesehen und kann sagen, dass das, für mich, welcher nicht gerne ins Kino geht ein überaus erheiterndes und ungewöhnliches Erlebnis war. Das lag vermutlich daran, dass ich einer von zehn Verrückten in einem wundervoll leeren Kinosaal war, die sich den Film in der Woche Abends auf Englisch angeschaut haben.


    Judy Densch ist villeicht Grund genug, sich den Film anzuschauen, welcher ohne sie meiner Meinung nach nur als Fernsehfilm getaugt hätte. Sie haucht der, wie ich finde überschätzten Figur Victoria mehr Tiefe und Authentizutät ein, als die Echte je gehabt hat. Also ja, das ganze in Groß zu sehen macht die schauspielerische Größe Judy Denschs noch fassbarer.

    Unabhängig davon, finde ich dass der Film gut daran hat, Victoria und Abdul in ihrem Verhälltnis keine Freunde gegönnt zu haben. Das einzige, dass diese Freundschafft ermöglichte war ihre Position, welche sie damit zunehmend untergraben hat. Ein schönes Spannungsfeld.

    Ich finde es ehrlich gesagt nuancierter, wenn es nicht mehr ist als stille Sympathie. Die Geschichte wäre sonst entgülltig in Kitsch abgedriftet, wenn einer aus dem verschworenen Hof für den indisch/muslimischen "Fremdkörper" lautstark Partei ergriffen hätte. Was diesen Aspekt angeht, war der Film relativ realistisch.