Beiträge von The Other

    Ich kam auf den Einfall für diesen Thread als ich mir mal wieder einen sogenannten „Klassiker“ der Filmgeschichte reinzog und dabei bemerkte, dass einige dieser „Meisterwerke“ gnadenlos überschätzt sind.

    Hier mein erster Streifen und warum:

    Shining (1980) – Ja, die Machwerke von Stanley Kubrick werden in meinen Sehgewohnheiten oft auftauchen. Ich halte Kubrick sowieso für den überschätztesten Filmemacher (nicht Regisseur!) aber Shining war, wenn man die Originalvorlage kennt, das mieseste was er gemacht hat (ok nach Clockwork Orange, aber das später). Es blieb nichts von der eigentlichen Vorlage übrige außer dem Hotel und ein Junge der das Shining hat. Der elementare Teil, dass Danny vom eigenen Vater im Suff misshandelt wurde, tritt hinter der Erfindung der Steadycam zurück (ein Problem vieler Filmemacher, technische Innovationen vor Dramaturgie und Handlung zu stellen). Statt einen Trinker haben wir einen potentiell aggressiven Ehemann und eine (auch durch die Anweisungen Kubrick’s) manisch verrückte Ehefrau. Für den Schockmoment lässt Kubrick Jack Torrance lieber im Irrgarten erfrieren, statt zu zeigen, dass das Hotel von bösen Geistern, die von Jack Besitz ergriffen haben, umgeben ist und durch ihre eigene Schuld explodiert.


    Welche Filme haltet ihr für überschätzt?!

    Erst einmal: gute Nachrichten! Entgegen Chibnall hat RTD dieses gewisse Händchen für den Doctor.


    Und zu den Traumdeutungen: für mich bleibt der bedeutungsschwangere Händedruck zwischen dem Doctor und Missy in "The Doctor Falls" immer noch die Möglichkeit, die letzten 4 Jahre aus meinem Seriengedächtnis zu streichen, da, in meiner Vorstellung, es Missy irgendwie geschafft hat, sein Unterbewußtsein vor der Regeneration zu kontrollieren.

    Das habe ich schon bei den Trial of a Time Lord-Folgen so gehasst, dieses hervorheben von "das ist Vintage", "das sieht nicht aus wie die neuen Folgen", "das ist Classic". Wenn Star Trek TOS wiederholt wird, wird das auch nicht in jedem Trailer erwähnt.

    Dem ersten Jubel bei mir ist der blanken Angst gewichen. Mein Magen rumort und mein Unterbewußtsein wiederholt immer den selben Satz: "Es ist die BBC die machen den Doctor zum Transgender weil er sich zwischen den Geschlechtern nicht mehr entscheiden kann". (nicht falsch verstehen, ist keinesfalls intolerant gemeint).


    Ich weiß nicht ob wir vom Regen in die Traufe kommen.


    Aber wenn ich mir einen Darsteller wünschen könnte, stünde er ganz oben auf der Liste: https://de.wikipedia.org/wiki/George_Blagden

    Ah, die Staffel bei der man einen "Silent" bittet, sich neben den Fernseher zu stellen, damit man das Gesehen schnell wieder vergisst wenn man zu den Chips hinunter blickt.

    Er war der perfekte Interviewer. Vergleich das mal mit Lanz

    Sagen wir mal so: ab dem Zeitpunkt, an dem man bei Larry King hören konnte, welche Gebiss-Haftcreme er nutzt, hätte er in den wohlverdienten Ruhestand gehen sollen. Trotzdem eine Ikone seiner Zeit.

    Ich schreibe gleich meinen Schlusssatz am Anfang: Matt Edwards wäre ein klasse Doctor, würde man nochmals in Richtung Matt Smith gehen wollen.


    Aber trotz meiner Sympathie für den Hauptdarsteller, hatte ich Tränen in den Augen nach den ersten 2 Folgen der 2020er Auflage des 1970er Kinderklassiker Pan Tau (und das, obwohl ich mich auf die Neuauflage freute).


    Alles was die Serie von Ota Hofman und Jindřich Polák ausmachte, wich einer aalglatten BBC/ARD-Inszenierung ohne Herz, die (nicht nur wegen der Wahl der Synchronsprecher) an The Sarah Jane Adventures (in brillanten HD) erinnert statt an Pan Tau.


    Schon die gesprochene Einleitung nimmt der Figur komplett das phantastische Geheimnisvolle. Genau das, was am Original immer so hochgehalten, so hervorgehoben wurde: die Fantasie der Kinder zu beflügeln, kindlich, mit selbst für Erwachsene, wundervoller Wärme zu spielen.


    Als ob man den Kindern von heute nicht mehr zutrauen würde, sie würden Pan Tau verstehen und man müsse ihn erklären. Pan Tau war der Mann im Kinde, der alles zu schaffen schien und selbst unmögliches wahr machte. Das wurde für gute Bilder komplett zerstört.


    Alles was die Figur ausmachte wurde reduziert auf einen Magier (oder Alien), dass nur noch auf dem gedachten Ipad herumwischt oder sich hin-und-her teleportiert (?) und durch seine reduzierten Handlungen einen stummen Stichwortgeber für First-World-Probleme von Jugendlichen gibt.


    Doch der schlimmste Wehmutstropfen ist die Musik zur Serie. Jede Musikdatenbank hätte bessere Klänge zur Serie beitragen können als die Fahrstuhlmusik von Andreas Grimm die man untergelegt hat.


    Das einzig Positive was ich sagen kann: siehe Satz Nr. 1.