Beiträge von Jefferson Hope

    Ich vermute mal, dass der ursprüngliche Verschwörungsplot gar keine Rolle mehr spielen wird. Da ist ja wirklich alles gesagt und gezeigt. Es werden monster of the week Episoden sein, möglichst blutig und gruselig und wenn dann gibt es eine Alien-Verschwörung, in die Menschen dann gar nicht mehr unbedingt involviert sind. Coogler bzw. die Schowrunnerin werden hoffentlich einen guten Plan haben, was wirklich neues zu entwickeln, was aber dennoch den Geist der Originalserie atmet.

    Ich bin hin und her gerissen - eigentlich könnte es einen neues Black Mirror werden mit durchgängigen Charakteren - aber bekommen sie das hin?

    Ich fand Dogget richtig gut und auch später Reyes. In den meisten Folgen hat das sehr gut gepasst, mit der wissenden Scully eher im Hintergrund. Es gab der Serie in meinen Augen noch mal etwas neuen Schwung. Noch besser hätte die FBI-Agentin Hollis aus "Millennium" gepasst, das hätte das ganze Carter-Universum nochmal verbunden. Und da waren echt gute Folgen dabei. Ich finde, es lohnt sich, das nachzuholen.

    Die Nachzügler-Staffeln waren sehr durchwachsen. Der absolute Tiefpunkt: die beiden jungen "Doppelgänger" von Mulder und Scully. Und auch die neuerliche Schwangerschaft hätten sie sich echt sparen können!

    Was den Neustart betrifft: bin gespannt. Habe "Blood & Sinners" nicht gesehen, aber viel gutes gehört. Das der Herr großer Fan ist kann, muss aber nicht gut sein. Mal sehen....

    Ich habe alles deutschsprachige im Regal incl der bereits vorbestellbaren Staffel 2 von Ncuti und alle bisher erhältlichen englischen DVDs...für mich ist "Doctor Who" eben etwas,zu dem man hält, auch wenns mal nicht so läuft...was es zugegebenermaßen schon länger tut. Für mich ist es mehr als nur eine konsumierbare Zeiterscheinungsserie und egal wie unzufrieden ich auch momentan bin-und das bin ich SEHR-irgendwie gehört eben auch das zu meiner Treue.

    Das ging mir bis zur Frau Doctorin so. Bei ihr hatte ich zwar oft Langeweile, hab mich aber eigentlich nie so geärgert und verarscht gefühlt wie beim zweiten RTD-Zirkus. Und bei den 60er Specials bin ich noch am Überlegen - wenn sie dann mal super günstig sind, vielleicht. Die fand ich ansich ja gar nicht soooo schlecht (und ich mag Donna) , obwohl mir da einiges doch auch sehr missfällt. Gatwa geht wirklich nicht, da ist mir das Disney-Abo-Geld schon zu viel investiert! Da reicht eine Hand (mit weniger Fingern), um die Folgen aufzuzählen, die ich nochmal schauen würde.

    Gab es denn schon mal eine Episode, die mit einem Punkt bewertet wurde? Zwei fand ich tatsächlich schon sehr wohlwollend, bei diesem Mist. Im Übrigen denke ich schon, dass Mrs. Flood von Anfang an als Rani geplant war. Die Companion-Klamotten sprechen dafür. Macht aber auch nur als "Hinweis" einen Sinn. Inhaltlich fragt man sich natürlich, warum sie sich so "verräterisch" verhalten sollte. Die Publikumsansprache macht natürlich null Sinn. Und dass mit Susan Twist in der Staffel zuvor schon eine alte Frau überall auftauchte ist einfach nur faules Schreiben, da ist RTD nichts besseres eingefallen, wie die Rani an ihre Daten kommt.

    Ehrlich gesagt kann ich mir bei heutigen Produktionszeiten gar nicht vorstellen, dass das noch rechtzeitig fertig wird, wenn das Drehbuch nicht fest steht, keine Darsteller gecastet sind und bisher kein Drehtag absolviert wurde. Es sei denn, wir bekommen ein Special das ausschlißlich im TARDIS-Kontrollraum oder einem anderen Raum spielt, oder komplett vor Greenscreen gefilmt wird, nur zwei bis drei Charaktere mitwirken und knapp 30 Laufzeit geplant sind.

    Ja, schon. Ich fand die erste Staffel qualitativ nicht wirklich schlecht - verschenktes erzählerisches Potenzial, teilweise langweile Charaktere, aber grundsätzlich nicht schlechter, als das was dann kam. Gerade im Vergleich mit den ersten Staffeln TNG.

    So viel will und kann ich gar nicht mehr dazu sagen - meine Star Trek-Begeisterung ist irgendwie mit den letzten Staffeln von Voyager und dann Enterprise abgestumpft. Sicher gab es da noch das eine oder andere Highlight, aber so richtig erfasst hat mich das Fieber dann nicht nicht mehr.

    Aber einen Widerspruch kann ich mir nicht verkneifen: DS9 und Voyager waren in ihren ersten Staffeln jeweils schon sehr ausgereift und DS9 hatte bereits in der ersten Staffel einige sehr gute Folgen, allen voran "Duet" - eine der besten Star Trek-Folgen aller Zeiten (meiner Meinung nach).

    Und ich gebe Dir recht: "Starfleet Academy" muss man erstmal weiter schauen, um es endgültig zu beurteilen - aber deswegen Paramount Plus zu abonnieren käme mir nach diesem Pilotfilm und den letzten Jahren nicht in den Sinn.

    Besten Gruß

    Es ist Dir ja hoch anzurechnen, dass Du aktuelles storytelling mit der klassischen Sagenliteratur vergleichst, oder gar gleich setzt. Ich sehe das aber doch etwas anders - zumal diese eher Archetypen als Charaktere zeigen, aber das ist ein anderes Thema.

    Ich habe kein Problem mit streitbaren oder anfangs auch unsympathischen Charakteren, die Fehler machen oder Probleme haben und sich im Laufe einer Handlung "wandeln". Im Gegenteil! Das macht gutes storytelling ja aus. Entscheidend ist ja vielmehr der Grundtenor des Erzählten - und ja, auch eine moralische, ethische Haltung, die das Erzählte spiegelt und - ja - auch beurteilt. Und genau da liegt mein Problem mit dem Gezeigten in "Starfleet Academy" oder auch in den letzten Doctor Who-Staffeln - zu keinem Zeitpunkt werden Handlungen der "Haupthelden" wirklich in Frage gestellt, sie bleiben die Haupthelden, ohne Konsequenzen. Und ich fürchte, dahinter steckt die Grundhaltung der Autoren: es ist z. Bsp. weniger schlimm, dass bei dem Überfall jemand umkommt - als eine Mutter von ihrem Kind zu trennen. Das wird ganz klar so transportiert, ohne Graustufen und Reflexion. Das könnte ich jetzt an verschiedenen Beispielen durchspielen.

    Als Gegenbeispiel denke ich da an die großartigen Handlungselemente in DS9! Wie sehr hat Kira unter ihren Taten im Widerstand gelitten - und ist daran gewachsen. Es wurden die Umstände beschrieben, man konnte auch ein Verständnis entwickeln - und doch wurden ihre Taten nicht schön geredet. Wirklich Komplex erzählt - und genau das fehlt mir an so vielen Stellen im aktuellen Storytelling. Haben Caleb oder seine Mutter an irgendeiner Stelle Reue gezeigt? Vielleicht kommt da noch was - aber ich fürchte nicht - weil sie ganz klar als "Opfer der Umstände" dargestellt werden und damit über jeden Zweifel erhaben sind. Und das empfinde ich als simpel und - falsch.