Beiträge von Schopenhauer

    YEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEES!
    Mich hasst hier jeder dafür aber Scheiß drauf. Ich finds super. Einen weiteren twerky Doctor hätte ich nicht mehr ertragen. Nichts desto trotz glaube ich, dass Chibnall die Serie in den Abgrund führen wird.
    Es wird ähnlich wie beim Ghostbusters Reboot enden. Erst wird nur gehatet und dann sagen alle später plötzlich, dass der weibliche Doctor noch das Erträglichste am Reboot gewesen ist.

    Wir hatten mit David Tennant, Matt Smith aber auch Benedict Cumberbatch genügend Material für die ganzen pubertären Fangirls. Ich glaube, dass auch bei denen irgendwann eine Sättigung einsetzen muss. Aber das spekuliere ich grade nur.
    Wenn der neue Doctor nun beispielsweise eine Frau oder schwarz wird, oder einer anderen im Fernsehen unterrepräsentierten Minderheit angehört, dann ist das nun mal eine größere Sache, als wenn der Doktor wieder weiß, attraktiv und jung wird. Man kann die Amtseinführungen der US-Präsidenten als gutes Beispiel dafür nehmen. Zur Amtseinführung von Barack Obama kamen mehr Schaulustige als bei allen anderen Präsidenten.
    Wenn eine Person einer Minderheit angehört und im Rampenlicht steht, dann wird daraus leicht Kapital geschlagen. Auch das ist eine Stigmatisierung und bleibt rassistisch bzw. sexistisch aber es funktioniert leider. Somit besitzt die mögliche Besetzung des Doctors durch eine Frau, so sehr ich es auch begrüßen würde, einen unangenehmen Beigeschmack. Die Medien werden sich nicht später auf ihre Leistung als Doctor beziehen. Stattdessen wird es in Interviews darum gehen, wie es sich denn anfühle, als Frau den Doctor zu spielen etc.
    Aber ein solches Thema gehört hier vielleicht ausgeklammert. Vielleicht ist auch alles Unsinn was ich geschrieben habe und der BBC stehen glorreiche Zeiten mit Tennant 2.0 vor.

    Zu erst das Positive: Die Folge hatte eine unfassbar schön-traurige Atmosphäre. Gerade die Szenen zwischen dem Doctor und Bill waren genial gefilmt (Man denke an den weinenden Cyberman) und sowohl Capaldi als auch Mackie konnten nochmal so richtig zeigen, was sie drauf hatten. Die Tragik wurde von der Regisseurin sehr gut eingefangen. Ich hoffe, sie wird auch unter Chibnall noch einige Folgen inszenieren dürfen.
    Überhaupt war das hier die erste Folge seit Jahren, die mich wirklich emotional bewegt hat (Mit Ausnahme vielleicht von Heaven Sent, aber auch dort auf einer sehr anderen Ebene), was mich total erstaunte, da ich nicht wusste, dass das bei Doctor Who überhaupt noch möglich sein kann. Alleine deshalb bekommt die Folge ein sehr großes Lob von mir.


    Das Negative: Eigentlich achte ich auf so etwas echt nicht aber das CGI in dieser Folge war unterirdisch. vor allem die erste Hälfte der Folge besaß Szenen, die unfreiwillig komisch wirkten und einen aus der Atmosphäre rausgeholt haben. Ich frage mich, warum die Produzenten überhaupt soviel zeigen müssen, obwohl sie doch wissen, wie grottig das aussieht? Am schlimmsten waren die fliegenden Cybermen, von denen jeder interessanter Weise die selbe Rauchwolke nach unten schoß, und Nardoles Papp-Raumschiff. Es ist zwar für die Rahmenhandlung nicht wichtig aber es ist einfach schade, wenn es so offensichtlich billig produziert ist und gleichzeitig den Zuschauern regelrecht aufgedrängt wird, hinzuschauen.


    Was die Auflösung von Bill betraf, nun... Mir war es letzten Endes egal, dass sie das gleiche aufgesetzte Happy End wie Clara bekam. Es hat hier besser funktioniert, vielleicht auch, weil die Chemie zwischen den beiden Schauspielerinnen natürlicher wirkte als zwischen Clara und Me (Und vielleicht auch weil es zwischen Bill und den Doctor nicht zichtausende Verabschiedungen innehalb der Serie gab!!!).



    Mir fällt's schwer weder im positiven noch im negativen etwas über diese Folge zu sagen. Dass ein paar Leute sagen dass die Folge sie sehr berührt hat ruft in mir ein überraschtes "Huch?" hervor. Aber dass scheint wohl auch... mein persönliches Problem zu sein? Wie ich letzte Woche schon gesagt hatte: Wir haben in New Who schon soviel Zickzackspringerei gesehen, dass ich es dem Fernseher einfach nicht mehr glaube sobald er mir zeigt das ein Hauptcharakter stirbt oder zumindest dem Tode sehr nahe ist. Es ist so... egal. An sich fand ich z. B. die letzte Konfrontation zwischen Missy und dem Simm-Master recht gut, aber wir alle wissen auch dass der Master/Missy ganz garantiert nicht tot bleiben sondern irgendwann von einem Moffat-Nachfolger reaktiviert werden wird. Und dann auch als Bösewicht, denn die allgemeine Öffentlichkeit hat den Master halt als "Baddie" verbucht. Das ist nunmal die Handelsmarke von dem Charakter und so läuft das halt. Deswegen nehme ich solche Szenen nur noch achselzuckend. Und nehme ungerührt einen Schluck aus meiner Teetasse während irgendein Charakter mal wieder umkippt.


    Hm.

    Ich kann das Gefühl sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich es nicht bei der Folge empfunden habe, sondern eher dann, wenn ich über die gesamte Capaldi-Ära zurückblicke. Es war für mich stellenweise unerträglicher, als die Folgen unter R.T.Davis. Bei R.T.D. gab es zumindest ein konsequent durchgezogenes Kasperletheater, während hingegen die Capaldi Folgen einen so hohen Wechsel von der Qualität, als aber auch von der atmosphärischen Ausrichtung besaßen (Von der seltsamen Charakterentwicklung des Doctors ganz zu schweigen), dass mir das am Ende wirklich den Spaß genommen und sich auf längere Zeit eine Egal-Haltung bei mir eingeschlichen hat. Umso schöner habe ich es empfunden, diese Folge zu sehen, da es sich dort wirklich so angefühlt hat, als würde es mal wirklich um was gehen.


    Dass die Kürzung für die Komplexität verantwortlich ist, kann sein, und auch ich hätte einen Teil mehr nicht schlecht gefunden, dennoch ist es das Ergebnis, das zu bewerten ist und nicht das, was hätte sein oder nicht sein können.
    Und im Endergebnis ist es eben etwas komplexer und lässt Spielraum für Interpretationen.
    Und ja, bei Lynch ist das vllt immer so, aber ich finde es bei Doctor Who nicht schlimm, dass eben mal nur eine Folge so ist, da es einige Folgen gibt, die einen eigenen Ton haben, und herausstechend anders sind. Deswegen darf diese Folge das auch und wirkt für mich eben nicht wie "ein Versehen" oder einfach abgefilmt und gekürzt. Für mich funktioniert, was da passiert.


    Aber das ist natürlich alles sehr subjektiv.

    Ich habe ja nicht direkt kritisiert, dass mir die Folge zu komplex ist. Was mich eher stört, ist die Art und Weise, wie die Komplexität erzielt wird. Beim Beispiel Lynch haben wir oftmals viele bildliche Metaphern, seltsame Dramaturgien und Figuren, die nicht wirklich Charaktere sind, sondern die vielmehr dazu dienen, Vorgänge zu verkörpern.
    Es ist vielleicht gemein, Doctor Who an dieser Stelle mit David Lynch zu vergleichen. Jedoch zeigt der Vergleich, wie simpel hingegen die Inszenierung dieser Folge ist. Im Grunde haben wir dort eine schräge aber auch sehr simple Handlung, die erst dadurch so kompliziert wirkt, dass man Informationen zu den Figuren einfach dem Publikum vorenthält. Das ist mir dann doch einfach zu wenig aber vielleicht denke ich auch zu storytechnisch. Als "Experiment" finde ich die Folge gut und sie hat auch viele super Ansätze.

    Die Folge hatte in meinen Augen viele positive als auch negative Aspekte. Ich kann das Lob hier nicht ganz nachvollziehen, dass die Folge so komplex und verwirrend aufgebaut ist. Es ist nun mal etwas anderes, ob man wie David Lynch einen Film oder eine Serie konsequent surreal in Szene setzt und Raum für Interpretationen lässt oder ob, wie im Falle dieser Folge, die verwirrenden Versatzstücke versehentlich zusammen kommen. In den Making Offs wird zwar betont, dass die Atmosphäre gewollt war aber gleichzeitig ist auch davon die Rede, dass sie ursprünglich 4 und nicht 3 Teile drehen wollten. Anders als bei den meisten anderen Folgen, hätte es hier der Geschichte wirklich gut getan, mehr Teile zu drehen. So wirkt es leider bloß wie ein abgefilmtes Theaterstück, in dem man die Hälfte aller Szenen raus geschnitten hat. Das ist mir dann doch leider zu wenig.


    Es gab aber auch vieles, was mich überzeugen konnte. Die Figuren von Ace und dem Doctor gewinnen massiv an Tiefe und wirken nicht mehr bloß wie Abziehbilder. Ace könnte sogar womöglich zu meinen Lieblingscompanion werden :love: .
    Den Konflikt zwischen Darwinismus und Religion fand ich sehr spannend. Die neuen Folgen könnten sich davon ruhig mal eine Scheibe abschneiden und sich auch mal an ruhigen Kammerspielen probieren. Was ich ebenfalls sehr gut fand, waren die Dialoge, die weit über das typische Niveau von Doctor Who hinaus gingen (Bis vielleicht auf die Szenen mit "Licht" und "Kontrolle").

    Das finde ich großartig, und ich werde mir die Folge glatt zum zweiten Mal kaufen.


    Iltu, weißt Du schon, wer Peter Davison spricht?

    Ich könnte mir vorstellen, dass man Schwarzmaier nur für den Cameo des 6. Doctors nutzt. Somit könnte man eine jüngere Stimme für den 5. nehmen und dennoch Schwarzmaier zumindest in diese Folge miteinbeziehen. Wäre natürlich aber auch schön konsequent, wenn Schwarzmaier beide Doctoren spricht.

    Mir hat die Folge leider absolut gar nicht zugesagt.
    Während des Schauens hatte ich nicht den Eindruck Doctor Who zu schauen, sondern vielmehr die beliebige Schablone eine Doctor Who Folge. Gerade am Doctor ist es sehr auffällig. Ich beginne mich dabei immer mehr zu fragen, welche Figur Capaldi grade spielt? Die Charakterentwicklung des 12. Doctors ist für mich mittlerweile sogar noch elendiger mitanzusehen, als die, des 10. Doctors. Zwar ist Capaldis Inkarnation kein heulender Irrer aber zu keinen Zeitpunkt habe ich den Eindruck, dass der 12. Doctor etwas tut oder sagt, was auch nur der 12. tun würde. Generische Monologe über Zeit und coole One-liner hören wir aber etwas neues bringt diese Folge und die Weiterführung der Figur absolut nicht.


    Klar, es ist ein wenig viel verlangt, dass von jeder Folge verlangen zu müssen aber das Schlimme ist ja, dass auch der Rest der Folge nicht wirklich glänzt. Der Plot ist ziemlich hohl und gleichermaßen durch die vielen Ortwechsel wirr und unzusammenhängend. Dazu kommt erneut die Schablonenartige Inszenierung (sinnloser Auftritt der Daleks, episches Doctor-Theme, generische Einführung des Companion usw.).
    Was ich überraschendweise positiv empfunden habe, waren Nardole und Bill. Ich denke, dass Bill definitiv keine Donna 2.0 wird. Allerdings hat die Folge Bill auch nicht grade als originellen Charakter gezeigt. Es bleibt zu hoffen, dass sie zumindest noch eine interessante Charakterentwicklung macht. Auch die kleine Anspielung an Clara war schön und subtil. Peter Capaldi hat natürlich gut geschauspielert wie immer. Er kann definitiv nichts dafür, wie die Titelfigur der Serie kaputt geschrieben wird.


    Ich frage mich allmählich, wann der Doctor mal zu den Avengers kommt? Die könnten sicher einen weiteren ironischen Draufgänger gebrauchen.

    Find ich cool, dass du so offen bist und deine Sozialphobie ansprichst. Ich habe damit auch so meine Probleme und kann auf jeden Fall nachvollziehen, wie anstrengend das ist. Willkommen hier im Forum. :)

    Im Umkehrschluss sollte es also nur Wohlfühlfernsehen geben?
    Nicht, dass es Doctor Who super gelungen wäre, aber ich finde es durchaus wichtig, dass Mainstream-Serien auch unangenehme Themen beinhalten und den Zuschauer mitunter fordern. Doctor Who richtet sich selbstverständlich auch an Kinder, aber auch die sollte man nicht unterschätzen, was ernste Stoffe angeht.
    Dementsprechend finde ich dein Argument nicht besonders gut. Du betonst zwar, dass es nicht deine subjektive Meinung ist und du eher allgemein darüber spekuliert, weshalb die Capaldi-Folgen an Beliebtheit verloren haben aber ich bezweifle, dass das wirklich der Grund ist. Der Serie würde es eher gut tun, einfach mal konsequenter einer Linie zu folgen und sich für eine Grundstimmung zu entscheiden. Meiner Meinung nach hat es den Capaldifolgen geschadet, dass sie nicht düster genug waren.
    Chibnall wird wohl leider sehr wahrscheinlich einen heiteren Grundton anstreben aber den hatte die 5. Staffel auch und gilt in Augen vieler Fans als die Beste.

    Nickname: Schopenhauer




    Alter: 22



    Wohnort: Bremen



    Kleine Beschreibung von dir?
    Ein junger dauerhaft-nervöser Student mit den selben typisch-esoterischen Problemen wie bei den meisten Anderen aus seiner Generation.


    Hast du eine(n) Freund(in)/Ehemann(-frau)?
    Leider nichts davon.


    Was machst Du beruflich?
    Studieren und irgendwie habe ich wohl auch so eine Art Nebenjob beim Radio.


    Seit wann bist du Fan von Doctor Who/Torchwood/SJA und wie bist du auf die Serie aufmerksam geworden?
    In der Abiturzeit (2013) bin ich durch einen Freund auf die neue Serie aufmerksam geworden. Innehalb von 2 Monaten habe ich die Serie durchgesuchtet und spätestens seit der Kinovorstellung von "They Day of the Doctor" bin ich dann endgültig zum Fan dieser Serie geworden. Im Moment hole ich die alten Classic-Folgen nach.



    Welches ist/sind dein(e) Lieblingscharakter(e)?
    In der neuen Serie würde ich ganz klar den 11. und 9. Doctor, Amy und Missy wählen. Von der alten Serie habe ich noch zu wenig gesehen, um wirklich ein Urteil formulieren zu können. Ich mag aber die Konstellation zwischen dem 7.Doctor und Ace.


    Was ist dein Lieblingsfilm allgemein?
    Ich mag Listen. Deshalb so:
    1. Dogville
    2. Inglourious Basterds
    3. The Shining
    4. Love Exposure
    5. Clockwork Orange


    Deine Lieblingsserie?
    Tatsächlich konsumiere ich Filme lieber als Serien weshalb ich dort nicht sehr bewandert bin. Ich würde aber sagen: Doctor Who, Black Mirror und die Star Trek Serien.


    Hobbies?
    Gitarre und Klavier spielen, Philosophie, Sport und manchmal drehe ich dämlich-prätentiöse Kunst-Kurzfilme.


    Lieblingsmusik?
    Habe ich so nicht. Ansich konsumiere ich aber am liebsten Musik aus den 80ern, Film-Soundtracks und Nirvana.


    Lieblingszitat?
    Nicht mein Lieblingszitat aber dafür ein sehr Bemerkenswertes aus "Metaethik", erschienen beim Suhrkamp Verlag:
    "Denn wenn man, um wirklich zu wissen, dass A B ist, zuerst wissen muss, dass man es weiß, dann muss man, um es zu wissen, dass man es weiß, natürlich zuerst wissen, dass man weiß, dass man es weiß."


    Was willst Du uns sonst noch mitteilen?
    Vielleicht gibt es hier ja ein paar User aus Bremen und Niedersachsen. Ich würd mich auch freuen, reale Kontakte hier zu knüpfen.
    Liebe Grüße :)

    Ich habe den Trailer ebenfalls überraschend positiv aufgenommen. Nardole und Bill bereiten mir immernoch Zähneknirschen aber ich habe die Hoffnung, dass durch die Comic Relief Charaktere der Doctor wieder in ein etwas ernsteres Licht gerückt wird. Die Szenen schauten bis auf ein wenig zuviel CGI ganz interessant aus. Anscheinend bekommen wir tatsächlich eine Fortsetzung zu "The waters of Mars".