Beiträge von Mythril

    Nach dem 2. Mal Schauen jetzt nochmal ein bisschen was längeres von mir:


    Ich verstehe nicht wirklich, warum die Folge überall so gelobt wird und sogar mit "Vincent and the Doctor" verglichen wird. Klar, es gab ein paar gute Momente und die Darstellung von Rosa Parks war auch echt richtig gelungen, aber der Rest war halt einfach nur ein ziemlicher generischer SciFi Plot mit eindimensionalem Gegenspieler mit banaler Motivation und (schon wieder) recht viel Exposition.


    Viel passiert in der Folge eigentlich nicht. Es wird viel geredet und es wird einem viel über Rosa Parks erzählt, aber so richtig spannend wird es eigentlich erst gegen Ende hin zur wirklich gelungenen Bus-Szene, die für mich definitiv das Highlight dieser Folge war. Es hätte sogar gerne noch ein bisschen dramatischer und brutaler zugehen können, trotzdem war die Szene, so wie sie ist, schon sehr gut. Insgesamt hat mir die optische Darstellung der Zeit und auch die Musik der Folge auch wieder sehr gut gefallen. Die Darstellung des damaligen Rassismus fand ich allerdings schon ein bisschen sehr plakativ. Es wurde wirklich jeder einzelne weiße Charakter als komplett böse dargestellt und hat sich sogar gegenüber anderen Weißen so verhalten.


    Ryan hat sich (gerade in der ersten Hälfte) ziemlich bescheuert verhalten. Es war ja schon ein bisschen merkwürdig, dass er über den damaligen Rassismus so überrascht war, aber dann benimmt er sich die ganze erste Hälfte einfach nur dumm und provoziert weiße Leute sogar noch. Yaz bleibt wieder sehr blass, allerdings hatte sie einen schönen Dialog mit Ryan über "modernen" Rassismus. Der Doktor war wieder okay, aber ich kann sie immer noch nicht so wirklich einordnen. Gerade bei dem anfänglichen Showdown mit dem Gegenspieler, wo sie einfach wie ein beleidigtes Kind einmal ihren Sonic in seine Richtung schwingt, als sie nichts mehr zu sagen weiß, ist mir aufgefallen, dass dieser Doktor irgendwie überhaupt gar keine Autorität hat. Der Banksy-Witz hat mich allerdings positiv an den Tom Baker erinnert. Trotzdem bleibt Graham der einzige mir so richtig sympathische Charakter vom derzeitigen TARDIS-Team.


    Die letzte Szene, in der der Doktor uns dann im neuen Konsolenraum, der übrigends wie ein riesiges Plastikspielzeugset aussieht, nochmal den Rest des Wikipedia-Artikels über Rosa Parks, bis hin zu dem Asteroiden, herunterbetet, hätte ich aber echt nicht gebraucht.


    "Rosa" ist zwar ganz nett anzuschauen, so wirklich viel passiert inhaltlich aber nicht und es werden einem vorallem möglichst viele Informationen über Rosa Parks durch viel Exposition vermittelt. Das ist zwar nicht so wirklich schlecht umgesetzt, aber jetzt auch nicht das Highlight, von dem alle reden. Insgesamt liegt die Folge also im absoluten Durchschnitt, weshalb ich ihr auch 5/10 Punkte gebe.


    Nächsten Sonntag haben wir dann wieder Chibnall in Reinform und mit Spinnen. Da gruselts mich ja gleich doppelt :D

    Terror of the Autons bringt nicht nur die Autons zurück, sondern führt auch zwei sehr wichtige Charaktere für die Pertwee-Ära ein: Den Master und Jo Grant.


    Den Master finde ich in seiner ersten Folge schon sehr überzeugend. Er hat alles unter Kontrolle und hat gefühlt für jede mögliche Situation einen Plan B. Es gefällt mir auch wirklich super wie er hier mit dem Doktor spielt und auch die Chemie und die Dialoge zwischen den beiden stimmen einfach. Seine Horsebox-TARDIS und die Masken sind auch sehr coole Gimmicks, den Verkleinerungsstrahl hätte man sich aber sparen können. Schön schön und sehr typisch fand ich auch den Timelord, der kam um den Doktor vor dem Master zu warnen, selber aber keine Anstalten machte, irgendwas zu unternehmen :D


    Auch die Auton-Idee wird hier noch weiter ausgebaut: Der Plastikstuhl, das Telefonkabel des Todes, die (sehr verstörende) Puppe und die tödlichen Daffodils sind zwar alle ziemlich lächerlich, aber irgendwie mag ich den sehr schrägen Humor dieser Folge.


    Im Büro der Plastikfirma haben sie den Bluescreen leider ziemlich versaut und auch die Szene, in der der Doktor die Bombe mit einem Hechtsprung holt, war eher misslungen. Auch die endgültige Lösung, dass der Doktor den Master mal eben kurz überredet, dass die Nestene vielleicht gar nicht so nett sind, ist ziemlich schwachsinnig. Der Master ist ja kein Vollidiot, der wird ja wohl schon früher auf die Idee gekommen sein.


    Ein toller Doktor, ein toller Gegenspieler, ein guter Humor und viele kreative Ideen ergeben am Ende aber trotzdem eine wirklich gute Doctor Who Folge, die von mir insgesamt 7.5/10 Punkte kriegt. Zu weiteren Auftritten des Delgado-Masters bin ich da ganz beim Doktor: "As a matter of fact, I'm rather looking forward to it".

    Wenn ich hier gerade eh schon reinschaue, lasse ich auch noch mal kurz meine Top 5 da.


    1. The Leftovers
    2. Doctor Who
    3. Legion
    4. BoJack Horseman
    5. Lost

    Ersteindruck (von Facebook kopiert):


    Ich gebe mal ein "Gut" (also 7/10 Punkte). Weitaus besser als die ersten beiden Folgen der Staffel, aber trotzdem noch nicht so richtig überzeugend. Storyline war okay, der Gegner und dessen Motivation waren allerdings eher mittelmäßig und ziemlich banal dargestellt. Dafür hat mir das historische Setting, die Musik und auch Rosa Parks genau wie die Endszene, in der der Doktor und die Companions tatsächlich bei der Verhaftung zusehen mussten recht gut gefallen. Es hätte aber ruhig noch ein bisschen dramatischer und brutaler zugehen können. Ryan und Yasmin haben sich ziemlich bescheuert verhalten und hatten sich gerade in den ersten 20 Minuten noch gar nicht unter Kontrolle, Graham hat mir wie schon in den letzten Folgen super gefallen. Der Doktor war wieder okay. Manchmal wirkte ihr Schauspiel ziemlich unnatürlich, aber insgesamt war sie schon okay. Hätte man den zeitreisenden Rassisten rausgelassen und wäre das ganze ein bisschen wenig plakativer angegangen, hätte das sogar eine richtig gute Folge werden können. Schade eigentlich...


    Die Vorschau auf die Spinnenfolge nächste Woche hat mir nicht wirklich Lust auf mehr gemacht. Vorallem, wenn ich sehe, dass das schon wieder eine Folge ist, die Chibnall alleine zu verantworten hat.

    "The Ghost Monument" fand ich zwar schon weitaus besser als die Folge von letzter Woche, bleibt aber trotz der schönen Optik inhaltlich ziemlich leer. Der Doktor und seine Companions laufen 60 Minuten lang durch die Wüste und finden schlußendlich die TARDIS. Auf dem Weg treffen sie dann noch auf ein paar Probleme, die aber alle ziemlich zusammenhangslos sind und sich auch recht einfach lösen lassen. Die Darstellung des Rennens hat mich auch ziemlich irritiert: Angstrom und Enzo, denen beiden durch viel Exposition ziemlich unnötige Hintergrundsgeschichten verpasst wurden, sind die Finalisten in einem riesigen Rennen, das am Anfang noch 4000 Teilnehmer hatte, und was machen sie? Sie laufen einfach gemeinsam zum Ziel hin. Sehr aufregend...


    Das neue Intro und die neue Musik gefallen mir ziemlich gut, auch wenn die Musik nicht sonderlich originell ist. Aber ich mag das Hartnell-Theme einfach so gerne. Ich hatte eigentlich gedacht, wir wären mit Chibnall jetzt erstmal die Pseudo-Storyarcs losgeworden. Aber jetzt vermute ich doch eher, dass wir alle 2 Folgen wieder irgendeine Erwähnung der Stenza bekommen und sie dann im Finale als große Bedrohung wiederkommen. Wenn man schon eine wiederkehrende Bedrohung haben will, warum hätte sich Chibnall sich dann wenigstens nicht was besseres als die Stenza ausdenken können? Auch das mit dem "Timeless Child" klingt sehr... naja.


    Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, was ich von dem Doktor halten soll. Sie hat zwar ein paar gute Momente, aber teilweise wirkt ihr Schauspiel ein bisschen unnatürlich und das Outfit finde ich einfach nur lächerlich. Graham hat sich mittlerweile als mein Favorit von den 3 Companions etabliert und hat wirklich ein paar schöne Charaktermomente mit Ryan. Yaz bleibt aber (schon wieder) ziemlich charakterlos.


    Von außen gefällt mir die neue TARDIS richtig gut, von innen finde ich sie okay. Diese blauen Teile passen irgendwie garnicht zur Athmosphäre und die drangepappte Police Box-Form nimmt irgendwie die Illusion davon, dass es eigentlich eine andere Dimension ist. Und was sollte denn bitte die Glas-TARDIS und der Keksspender?


    Ich hoffe die Rosa Parks Folge wird mal ein bisschen mehr Inhalt bieten als die ersten beiden Folgen. Und generell hoffe ich, dass wenigstens die Nicht-Chibnall Folgen richtig gut werden, denn mehr als ein schwaches "Gut" erwarte ich von ihm ehrlich gesagt diese Staffel nicht mehr. Ich merke gerade auch selber, dass ich viel mehr zu dem ganzen Drumherum (Intro, TARDIS, Storyarc, Charaktere) gesagt habe, als zu der Folge selber geschrieben habe, da es einfach nicht wirklich viel zu sagen gibt. Es war nicht unbedingt schlecht, hatte aber seine Längen. Ich gebe dieser Folge 6/10 Punkte.

    Das war eine Staffel, wo ständig Konfessionspriester unbemerkt durchs Bild gelaufen sind, Drehbuch- und Produktionsfehler verschleiert haben, und das, was wirklich passiert ist, danach vergessen wurde.

    Und deshalb sollte man etwas, was ja offensichtlich passiert ist, einfach ignorieren? Es wurde ja ganz klar gezeigt, dass River nach der eigentlichen Regeneration immer noch Regenerationsenergie übrig hatte, mit der sie sich dann selber direkt wieder geheilt hat.


    @Mythril, es hat schon etwas miteinander zu tun, der Unterschied ist lediglich, dass Du diesmal die Erklärung mit der Regeneration zur Verfügung hast, an die Du Dich krampfhaft festklammerst, während es in "Forest of the Dead" diese Erklärung nicht gibt und Du es deshalb krampfhaft ignorierst.

    Ich ignoriere also etwas krampfhaft, was es gar nicht gibt. Ich verstehe überhaupt nicht, wie du zu dem Schluss kommst, dass der Doktor jeden Sprung immer dank der Regenerationsenergie überlebt. Das macht doch weder irgendeinen Sinn, noch gibt es dafür irgendwelche Anhaltspunkte innerhalb der Serie. Ganz im Gegenteil gibt es sogar Szenen, die dies ganz klar wiederlegen (siehe Logopolis).

    Die Grundidee vom einem Londoner Doppeldeckerbus, der auf einem Wüstenplaneten gestrandet ist, finde ich eigentlich ganz cool. Allerdings wäre es halt ganz nett gewesen, wenn es neben dieser Grundidee auch noch ein bisschen Handlung gegeben hätte. Hier mal eine kurze Zusammenfassung der Handlung von 60 Minuten: Die Hauptcharaktere stranden auf einem Wüstenplaneten, treffen dort auf Aliens, die ihnen einen Power Crystal geben, mit dem sie wieder zurückgehen können und gehen dann zurück. Es kommt nie so wirklich eine Bedrohung auf und die Insektenaliens (die witzigerweise im Vorhinein von RTD & CO als "Die neuen Daleks oder Cybermen!" bezeichnet wurden) sind auch recht einfallslos. Halt wieder irgendwelche Tier-Aliens.


    Die UNIT-Chefin, die wir auch schon aus Turn Left kannten, hat mir gut gefallen, allerdings war Malcolm, der Fanboy vom Doktor, wirklich nervig. Sogar als seine Chefin ihn mit der Waffe bedroht, weigert er sich das Wurmloch zu schließen und damit die Erde zu retten, nur weil der Doktor noch auf der anderen Seite ist. Und selbst als die Aliens dann durch das Wurmloch durchkommen, muss der Doktor ihn erst noch anrufen, damit er das Wurmloch schließt. :18: Am Ende umarmt er den Doktor dann auch noch und sagt ihm, dass er ihn liebt...


    Lady Christina war schon okay, aber irgendwie scheint es wohl mittlerweile bei RTD zum ungeschriebenen Gesetz geworden zu sein, dass jeder attraktive weibliche Charakter mindestens einmal den Doktor küssen muss. Der fliegende Bus war vielleicht eine ganz nette Idee, aber das kitschige Ende, wo Lady Christina mit dem Bus wegfliegt, hätte ich echt nicht gebraucht.


    Tennant lässt mal wieder den Emo raushängen. "Alle, die mit mir gereist sind, sind jetzt weg!". Ehm, nein? Ich fand es auch ziemlich affig, dass er seinen Mantel mit 2 Anzügen drunter einfach angelassen hat, während alle Anderen sich möglichst weit ausgezogen haben, da sie ja nunmal auf einem Wüstenplaneten sind.


    Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass Planet of the Dead einfach nur langweilig ist. Die Insektenaliens und die Beschaffung des Power Crystals war einfach nur unnötig und auch die Nebencharaktere sowie der Doktor blieben blass. Ich gebe mal 4/10 Punkte.

    Was gern vergessen wird, ist, dass Moffat bereits in "Forest of the Dead" mit diesem Schwachsinn angefangen hat. Dort deaktiviert der Doctor den Antigrav, um schneller unten anzukommen. Damals wurde dann allerdings die Landung nicht gezeigt. Fans sind deshalb gar nicht auf die Idee gekommen, zu fragen, wie der Doctor den unvermeidlichen Aufprall überlebt hat. Die Erklärung mit der Regenerationsenergie hätte in diesem Fall nicht zur Verfügung gestanden.

    Nö. Der Doktor ist ja nicht kurz davor regeneriert, also hat das nichts miteinander zu tun.

    Ich finde es total erschreckend, wie dieser Drecksscheiß, also die unversehrt abstürzende - und wo der Sturz beginnt, da fange ich gar nicht erst mit an - Doctreuse, nicht nur von manchen ohne Murren zur Kenntniss genommen wird, sondern auch noch Pro-Argumente für dessen "Logik" hervorgebracht werden.

    Da ich zitiert wurde, fühle ich mich hier einfach mal angesprochen. Ich habe hier keinesfalls (wie auch an meinem Ausgangspost in diesem Thread erkennbar) versucht, für die schreiberische Faulheit Chibnalls zu argumentieren, sondern lediglich nach einer kanon-konformen Lösung für diese Logiklücke gesucht.

    Also, wenn man sich schon dieses Scheißarguments versucht zu bedienen, dass der Doctor nach der Regeneration, wie bei einem Videospiel, die erste Zeit unkaputtbar ist... sorry, wenn überhaupt, dann ist alles bis zu einem gewissen Zeitpunkt nachregenerierbar. Aber gewiss nicht UNKAPUTTBAR! Fuck!

    Klar, die Darstellung in der Folge war doch sehr ungeschickt, da der Doktor selbst nach dem Sturz nicht mehr nachregenerieren musste. Aber auch in "Let's Kill Hitler" hat man River, nachdem sie erschossen wurde, nicht wirklich irgendwelche Wunden angesehen.
    Hier übrigends nochmal besagte Szene:

    "The Woman Who Fell To Earth" ist so ein typischer Chibnall-Einheitsbrei. Die Handlung ist ziemlich uninspiriert, die Charaktere bleiben größtenteils blass und so wirklich Spannung kommt auch nicht auf.


    Bei den neuen Companions macht sich schon das erste Problem bemerkbar: 60 Minuten reichen einfach nicht, um 4 neue Charaktere einzuführen und eine gescheite Geschichte zu erzählen. Da hilft es auch nicht, wenn man noch einen 5. Hauptcharakter hat, der dann am Ende in einer "emotionalen" Szene direkt wieder wegstirbt.
    Ryan, auf dem der Fokus der Folge hauptsächlich lag, fand ich da noch am besten. Seine Koordinations-Störung ist recht interessant, nur wenn sie schon sowas darstellen wollen, hätten sie es auch wirklich konsequent durchziehen sollen. Ryan kann in der Folge zwar nicht Fahrrad fahren, aber ganz einfach Kräne hochklettern und an Klippen sitzen. Jaja, schon klar :D
    Yaz ist eigentlich komplett charakterlos geblieben und Graham fand ich auch sehr nichtssagend, allerdings sehe ich bei ihm durchaus das Potenzial ein interessanter Companion zu werden. Grace war eigentlich ganz gut, allerdings haben wir einfach viel zu wenig von ihr gesehen, als dass mich ihr (ziemlich unnötiger) Tod berührt hätte. Wenn man sie einfach ein paar Folgen mitgenommen hätte und sie dann gestorben wäre, hätte mich das ganze eventuell sogar berührt, da ich ihren Charakter an sich sympathisch fand.


    Der Doktor war irgendwie... halt da. Ein paar Szenen waren ziemlich overacted, z.B. fand ich ihr "Right, this is gonna be fun" sehr künstlich. In ihren ruhigeren Szenen ist sie schon ein bisschen besser, aber so einen wirklich tollen Doktor-Moment hatte sie jetzt noch nicht. Ihre Rede zu Time Shaw war ganz gut. Mal schauen wie sich das noch entwickelt.


    Die Handlung ist so ziemlich das mittelmäßigste Mittelmaß, was ich mir überhaupt vorstellen kann. Eine Bedrohung oder gar Spannung kommt auch nicht wirklich auf, da der Zahnfree-Predator erst recht spät in der Folge auftaucht und eigentlich nur ein uninteressanter Nebencharakter in Gefahr ist. Allein diese Endszene mit dem Kran ging 12 Minuten und ich habe wohl gefühlt jede Minute auf die Uhr geschaut. Ernsthaft, warum sollte es mich interessieren, ob der Doktor irgendeinen langweiligen Nebencharakter rettet?


    Die Regie und der Look der Folge hat mir, obwohl das ganze ziemlich düster gehalten wurde, insgesamt gut gefallen. Die neue Musik war eigentlich durchgehend angenehm und nie so wirklich aufdringlich. Die Optik und das Monster haben mich aber irgendwie eher an Class als an Doctor Who erinnert. Der Shenza-Warrior an sich war ganz nett, aber ist er wirklich so inkompetent, dass er auf alle erdenklichen Arten und Weisen schummeln muss? Erst benutzt er das Info-Ding, dann setzt er die DNA-Bomben am Doktor und seinen Freunden ein und benutzt auch noch einen Teleporter :D


    Merkwürdig war auch noch, dass der Doktor ein Handy einfach so zum Alien-Tracker unfunktionieren konnte und die Szene in der sie sich einfach aus Schrott, der in einer Garage rumliegt, einen Sonic zusammenbaut. Schön war dann aber die Erkenntnis mit dem "Sonic Swiss Army Knive". Das einzig richtig Gute waren eigentlich die letzten 5 Minuten inklusive dem Twist, dass Ryan in dem Youtube-Video über Grace und nicht den Doktor redet, dem Begräbnis und dem abschließenden Cliffhanger.


    Auf eine Cliffhanger-Auflösung vom "Twice Upon A Time"-Cliffhanger können wir wohl auch vergeblich warten. Die TARDIS hat den Doktor halt einfach rausgeschmissen, weil er regeneriert ist und der Doktor hat das einfach überlebt, weil Timelords nach der Regeneration halt unsterblich sind. Finde ich ziemlich schwach.


    Die Folge ist nicht wirklich schlecht, sondern einfach nur schrecklich standartmäßig und langweilig. Die Handlung ist vorhersehbar, die Charaktere sind blass und die Dialoge sind langweilig. Ich fand es auch ein bisschen ungeschickt, dass man so viel jetzt gerade aktuelles, wie z.B. Whatsapp oder Youtube in die Folge reingepackt hat, da sowas eigentlich nie gut altert.
    Ich habe mit "Ausreichend" abgestimmt und würde der Folge 4.5/10 Punkte geben.


    Ich hoffe mal, die Staffel bewegt sich nicht auf diesem Niveau...

    The Next Doctor besteht eigentlich aus 2 Geschichten; der Jackson Lake Storyline und der Cybermen Geschichte. Und während ich die ganze Jackson Lake Sache eigentlich richtig gut fand, ist der Cybermen-Plot doch irgendwie sehr... generisch.
    Das Setting ist toll und die ersten 30 Minuten machen wirklich Spaß. David Morrissey ist super und die Interaktionen zwischen den beiden Doktoren sind richtig unterhaltsam. Es gibt so ein paar kleine Logiklöcher, z.B. warum in der Abstellkammer einfach mal so ein Cyberman rumsteht, der sich dann aktiviert, als der Doktor die Tür aufmacht, die aber wirklich minimal sind und eigentlich überhaupt nicht stören. Schön war auch die Szene, in der wir nochmal alle Doktoren sehen


    Die Cybermen und vorallem das recht merkwürdige Cyber-Tier gefallen mir hier aber nicht wirklich. Der Cyberking, der einfach wie ein riesiger Cyberman aussieht, ist auch recht unglaubwürdig. Die Cybermen-Anzüge sind ja nur so gebaut, da sie besonders praktisch sind. Da macht es nicht so viel Sinn, dass sie dann einen Roboter bauen, der einfach aussieht wie ein riesiger Cyberman. Außerdem sind die Cybermen ja direkt aus dem Void gefallen, d.H. sie hatten eigentlich nur die Materialien von der Erde aus dem 19. Jahrhundert um den Cyberking zu bauen, was ich nicht so ganz glaube. Ich weiß nicht, ob ich irgendwas verpasst habe, aber warum man die Infostamps als Waffe benutzen kann, habe ich auch nicht ganz verstanden.


    Miss Hartigan war allerdings ein sehr cooler Bösewicht und hat auch eine tolle Performance gegeben. Trotzdem war ihr Ende (das gleichzeitig auch die Lösung der Geschichte war) ziemlich schwach. Sie realisiert, was die Cybermen ihr angetan haben, schreit dann einmal und dann explodieren sie und alle Cybermen einfach.


    So richtig gestört hat mich nur das Ende, als dann plötzlich alle Leute den Doktor anhimmeln und ihm applaudieren müssen, obwohl er eigentlich nichts großes getan hat. Dazu dann noch der Spruch von Jackson Lake "Niemals hat dem Doktor jemals gedankt". Würg. Auch diese neue Emo-Schiene, die der Tennant Doktor jetzt fährt, finde ich sehr merkwürdig.


    Fazit: Für mich ist The Next Doctor, obwohl es eine merkwürdige Mischung aus 2 verschiedenen Geschichten ist, definitiv das beste Christmas-Special der RTD Ära und auch das beste der 2009er Specials. Ich gebe mal 7/10 Punkte.

    Journey's End ist wieder so ein typischer Fall von "RTD kann seine Geschichten nicht wirklich zu einem sinnvollen Ende führen".


    Die Cliffhanger-Auflösungen sind alle extrem billig: Mickey und Jackie erscheinen zufällig genau am richtigen Ort und der richtigen Zeit, wo Sarah Jane gerettet werden muss, Gwen und Ianto lösen irgendeine Zeitblase aus und der Doktor regeneriert einfach in sich selber, weil er sich selbst viel zu sehr mag um zu regenerieren.


    Ich fand es ja schon ziemlich doof, als RTD die Timelords in "Christmas Invasion" für 24 Stunden nach ihrer Regeneration unverwundbar gemacht hat, aber jetzt können sie einfach so ein Back-Up von sich erstellen und das dann mit Regenerationsenergie aktivieren? Das ist doch sogar für die Timelords viel zu stark. Der Klondoktor nervt auch eigentlich nur. Ich glaube mehr, als dass er ein Mix aus dem zehnten Doktor und Donna ist, muss ich hier garnicht sagen. Die "Doktor Donna" ist auch nicht viel besser...


    Anscheinend hat Rose einfach so eine Dimension Cannon gebaut, mit der sie jetzt die Universen durchschreiten kann, obwohl das nichtmal die Timelords hingekriegt haben. Aber natürlich hat Rose es geschafft. Warum sie jetzt so unglaublich schlau ist und woher sie Donna überhaupt kennt wird auch nicht aufgeklärt.


    Davros ist (obwohl er jetzt aus irgendeinem Grund Blitze aus seinen Fingern schießen kann) immer noch richtig gut und besonders seine Szenen mit dem Doktor und Sarah-Jane sind eigentlich das Beste, was die Folge zu bieten hat. Sein Plan, mit einer "Reality Bomb" alle Universen zu zerstören erschließt sich mir allerdings nicht wirklich. Warum würde er das tun? Und warum würde er sich dann auch noch die Mühe machen, 27 Planeten aus verschiedenen Zeitzonen zu entführen, um sie als Transmitter zu benutzen? Und warum hat er dann genau den Planeten ausgewählt, den der Doktor immer verteidigt? Leider kriegen wir die anderen Planeten auch gar nicht richtig zu sehen, denn selbst für ihre Experimente benutzen die Daleks nur die Menschen (und keine anderen Rassen) als Testsubjekte. Die Daleks kann ich mittlerweile irgendwie auch nicht mehr so richtig ernst nehmen.


    Was mich auch wirklich stört, ist, dass der Doktor seinen Companions gefühlt alle 5 Minuten sagt, wie brilliant und toll sie doch sind, auch wenn sie überhaupt nichts bemerkenswertes gemacht haben. Auch diese ganze "Donna ist so special"-Sache geht mir ziemlich auch den Wecker. Die Krönung davon war dann "There are people singing songs of Donna Noble, a million light years away". So ein aufdringlicher Kitsch.


    Am Ende gibts dann wieder die typische Deus Ex Machina Lösung, durch die Donna jetzt einfach nur weil sie clever ist, alles kann. Praktischerweise befindet sich der Knopf, mit dem man alle Planeten wieder zurückschicken kann, auch noch unbewacht in Davros Raum.


    Die ganzen Charaktere, die die ganze Folge über sowieso nichts gemacht haben, waren wohl auch nur für die pathethische "TARDIS schleppt die Erde ab"-Szene da. Nicht nur war die Aussage, dass die TARDIS 6 Piloten braucht, ziemlich dämlich (Was ist denn mit anderen Timelords wie z.B. dem Master, der Rani oder dem Monk, die ihre TARDIS ganz alleine gesteuert haben?), sondern die ganze Szene in der die TARDIS die Erde abschleppt, stört mich einfach. Durch die verursachten Erdbeben sind wahrscheinlich mehrere tausende Leute gestorben, aber hauptsächlich die Companions sind glücklich und alle sind beste Freunde, obwohl sie sich teilweise überhaupt nicht kennen. Das kitschige Rose-Ende, in dem der Doktor Rose einfach den Klondoktor aufdrängt und dann weggeht, geht auch höchstens als schlechte Fanfiction durch.


    "Journey's End" ist ein einziges hirnloses Rumgeballere mit dummen Plotwendungen, nervigen Charakteren und wieder mal einem Reset Button am Ende. Naja, immerhin sind wir Donna jetzt los und der 10. Doktor ist auch bald weg. Ich gebe mal 2/10 Punkte und die sind beide für Davros.

    The Stolen Earth ist im Grunde genommen ein einziger Fanwank. Allerdings halt eben nicht von Doctor Who in seiner Gesamtheit, sondern nur von RTD's eigenen Charakteren. Man hat wirklich das Gefühl, dass er jeden seiner Charaktere wiederbringen wollte. Wir haben Rose, Mickey, Martha, Sarah-Jane, Wilf, Sylvia, Jack, Gwen, Ianto, Harriet Jones und sogar Dalek Caan. Da hätte nur noch Pete Tyler gefehlt :D Rose als allwissende Bazooka-Kriegerin finde ich übrigends immernoch sehr... befremdlich.


    Merkwürdig finde ich auch, dass die ganzen Charaktere aus den Spin-Offs überhaupt nicht eingeführt werden, sondern einfach angenommen wird, dass man sie schon kennt. Ich bin mir sicher, nur die wenigsten Gelegenheitszuschauer wussten tatsächlich, wer die Charaktere überhaupt sind.


    Es muss natürlich alles wieder total riesig sein, denn nachdem wir in Staffel 1 die Daleks, in Staffel 2 die Daleks und die Cybermen und in Staffel 3 den Master hatten, haben wir jetzt die Daleks, Davros und eine multiversum-bedrohende Gefahr. So richtig ernstnehmen konnte ich die Daleks hier auch nicht mehr. Vieles war auch einfach sehr überzogen, wie z.B. Sarah Jane's Weinen, als sie die Daleks hört oder die "Wir rufen den Doktor an"-Szene. Die in allen RTD-Staffeln erwähnte große Shadow Proclamation entpuppt sich hier auch einfach als irgendeine weiße Frau mit einen paar Judoons. Wow, ernsthaft?


    Das Highlight an der Folge ist tatsächlich der herausragende Davros und auch die Idee, dass er aus einen eigenen Zellen neue Daleks gemacht hat. Und auch die Idee mit der verschwundenen Erde fand ich echt interessant und auch gut inszeniert. Der gefühlt hunderste Opfertod für den Doktor (diese Folge von Harriet Jones) war allerdings schon wieder komplett unnötig.


    Stolen Earth hat zwar ein paar gute Ideen und auch einen richtig guten Davros, insgesamt ist die Folge aber einfach ziemlich überfrachtet und überzogen. 5.5/10