Beiträge von Time Sheep

    Weil Doctor Who, nein, Medien früher nie Messages hatten :18:

    Es ist ein Unterschied, ob es eine Message gibt oder nichts anderes als eine Message.

    Heutzutage ist ja sogar der Überbringer der Botschaft schon eine Message. Sonst wäre es nicht nötig gewesen, darauf herumzureiten, dass der Doctor jetzt eine Frau sein muss. Man hätte es auch einfach machen können... ohne den Holzhammer auszupacken.


    Wenn man die Presseerklärungen von Jobi und Chibbi damals gelesen hat, dann war die Erfindung des Rads, des Buchdrucks und der Quantenmechanik nix dagegen, und ab sofort würden blühende Landschaften hereinbrechen und die geknechteten Frauen ihre Ketten abwerfen. We shall overcome!


    Hast Du es mitgekriegt? Die Relotiusaffäre (Medien und Message :saint: ) passierte ja nur, weil auf den Korridoren der Macht beim SPIEGEL alte weiße Männer das Sagen hatten. (laut heute journal und Silke Burmester). Und die müssen es ja wissen, denn das sind die besseren Menschen als wir normalen Dummen, und dafür werden sie auch von uns durchgefüttert fürstlich bezahlt.


    Richtig (mMn) macht es z.B. Baumhaus, eine Sendung für Kindergartenkinder. Da ist jetzt neben Singa (eher mein Typ) und Juri jetzt auch noch Matondo dabei, ein .. tja, was ist der politisch korrekte Begriff heute, für den ich morgen oder nächstes Jahr nicht gesteinigt werde, weil sich der Mob auf Twitter umorientiert hat? Matondo wurde ganz normal eingeführt, er wird nicht als Quoten- oder Wiedergutmachungsmoderator präsentiert, sondern einfach als Mensch. Die Sesamstraße hat es einfacher, da ist unterhalb der Taille nichts... aber dort gibt es jetzt auch jemanden mit koreanischer Herkunft. Gut so. Aber eben nicht nur den Fokus auf eine einzelne Eigenschaft; wer will denn bitteschön nur auf sein Geschlecht, Haut- oder Haarfarbe, Alter oder sexuelle Orientierung reduziert werden? Aber vielleicht ist Jodi damit völlig zufrieden, auf einen einzigen Aspekt ihres Menschseins reduziert zu werden... Fan von Dr Who war sie ja wohl nach eigener Aussage nie.


    Außerdem: Wissen wir denn, ob Time Lords überhaupt Geschlechter haben wie wir Säugetiere? Vielleicht ist es ja nur eine Projektion (wie in Star Trek TNG, "Gedächtnisverlust", aus der vierten Staffel), weil unsere vom Affen abstammende Lebensform so unglaublich primitiv ist, dass wir nicht nur Digitaluhren für eine tolle Erfindung halten, sondern auch deren Wesenart gar nicht erfassen können? Quasi wie ein dreidimensionales Objekt auf ein zweidimensionales Blatt Papier zu zeichnen?


    Oh, und zum Thema des Threads: Ich wäre für Thomas Sangster; aus Human Nature und Family of Blood. Und noch diversen anderen Sachen seitdem.

    Der nächste Doktor soll gecastet werden. Nicht nach Agenda, Ethnie, Geschlecht oder "Best Buddy"-Mentalität ausgewählt, sondern aus einer großen Auswahl an verschiedenen Darstellern gecastet, so dass der beste für den Job gefunden wird. Wie bei Matt Smith, der in meinen Augen nach wie vor der beste New Who Doktor ist. Ein unverbrauchtes Gesicht, den man im Vorfeld gerade deswegen nicht viel zutraut, der aber gerade deswegen, weil er beim Casting schon mit seinem Talent überzeugt hat, die Massen eines besseren Belehrt und eine grandiose Doktorära hinlegt. Wählt einfach den besten für die Rolle und macht nicht den Chibby und nehmt die nächstbeste aus eurer Handy Kontaktliste, dann ist der halbe Zug schon im Bahnhof.

    Das wäre natürlich die beste Methode. Ich wäre da absolut dafür, aber leider bin ich trotz meines Alters immer noch etwas naiv.

    Leider geht es heute ja in vielen Medien nicht mehr darum, eine gute oder wahre Geschichte zu erzählen, sondern man will eine "Message" rüberbringen und nebenbei noch möglichst viel Geld abgreifen. Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden... :saint:

    Ich bezweifle, dass sich selbst RTD hier gegenüber dem - nennen wir es mal - "Rundfunkrat" der BBC oder einem Twittermob durchsetzen kann.

    #13Doctoremoji?

    Kommt das nicht ein bißchen spät? Die gute Frau hört schließlich bald auf. Außer man ist etwas nekrophil veranlagt...

    Für mich wirkt es, als wollte Chib hier noch ein wenig an seiner ganz privaten Dolchstoßlegende stricken... der besteste Showrunner aller Zeiten, mit der beliebtestestestestesten Doctor im beobachtbaren Universum. Der twitter-Mob lässt sich ja leicht aufstacheln, wenn etwas vermeintlich ungerecht ist.


    #AndiScheueremoji

    #HeikoMaasEmoji

    #werwargleichnochmalbundesbildungsministerinemoji

    Egal, wie gut es war: Torian wird aus Prinzip wieder mit Schlecht abstimmen.

    Wenn's ihm geht wie mir? Standardeinstellung bei Chib/13 ist "ausreichend"... ich kann die gute Frau einfach nicht mehr sehen. Und das große Ganze in der Show, die hier vom Showrunner gerunnt wird, kann ich auch nicht erkennen. Aber ich habe gemerkt, dass ich Paul McGann auch nicht mehr sehen kann - vor kurzer Zeit kam ja der Fast-Pilotfilm bei (Sender weiß ich nicht, mediathekview hat es mir aufgezeichnet), und ich habe gemerkt, dass ich ihn fast so ungern sehen wie Jodie...


    Langer Rede kurzer Sinn: Ich erwarte schon fast, nach 20 Minuten abzuschalten und erst drei Tage später fertig zu schauen, weil es eine solche Qual für mich ist. Wahrscheinlich würde ich einer Chib-Folge nie ein "sehr gut" geben, selbst wenn sie es verdient hätte - das muss ich leider zugeben, da bin ich dann nicht perfekt objektiv. Ist wie in der Politik: Wenn Mutter Teresa in der "falschen" Partei ist, gibt's von mir eben höchstens 80%.


    Meine Wertung der Folge? Prädikat pädagogisch besonders wertvoll, gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW. Auf deutsch: schlecht.

    ...

    In Foundation haben Sie die Hauptfigur zur Frau gewechselt.
    Wer das Buch nicht kennt, merkt das gar nicht.

    Völlig off-topic:

    Das Lustige ist, in Foundation gibt es eigentlich keine Hauptfiguren. Oder wie es Ducem Barr im 2. Teil gegen Ende sagt: "Eine tote Hand schob uns alle weiter, den mächtigen General und den großen Kaiser, meine Welt und Ihre Welt - die tote Hand Hari Seldons."

    Ob nun Salvor oder Salvador Hardin, das ist eigentlich egal. Es hätte auch Lieschen Müller oder Max Mustermann sein können, denn es ist die Psychohistorie, die den Ausgang des Spiels bestimmt, nicht einzelne Charaktere. Und die Psychohistorie wurde Hari Seldon von einem Roboter, R. Daneel Olivaw, eingeflüstert...


    Warum kann man nicht einfach eine neue Geschichte erfinden, anstatt eine alte bis zur Unkenntlichkeit verändern, nur um name recognition zu ereichen? Ich habe da einen netten Kommentar dazu gelesen: "Schäfer*in nach innen geflankt, Kopfball, abgewehrt, aus dem Hintergrund müsste Mustafa Mabele schießen... Mustafa Mabele schießt, Tor, Tor, Tor!"

    Er hat ja Erfahrung damit, Doctor Who zu reanimieren. Klingt für mich aber eher wie die letzte Patrone der BBC...

    Vielleicht wäre eine längere Pause sinnvoller gewesen, "with a touch of denial and a dash of retcon" (um Torchwood zu zitieren), und dann hätten wir alle so tun können, als hätte Chibnall nie existiert. Bei Bobby Ewings Tod in "Dallas" hat es schließlich auch funktioniert :saint:

    Was soll ich sagen... das erste Mal, dass ich nicht mal dran gedacht habe, dass ein Weihnachts- oder Sylvesterspecial von Doctor Who laufen könnte. Ich habe es durch Zufall mitbekommen und erst heute angeschaut, habe aber jetzt nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben, wenn ich die Zeit anders genutzt hätte. Zwischendurch habe ich ein paar Minuten die Wäsche gemacht, und als ich wiederkam, war irgendwie alles wie vorher.


    Zur Handlung: Ist alles schon von allen gesagt. Mittelmaß, im besten Fall. Ob man noch was retten kann, indem man neue Companions castet? Mir eigentlich egal.


    Ich glaube, das schlimmste, was einer Serie wie Doctor Who passieren kann, ist Gleichgültigkeit.

    @♥Solus: Danke für die Aufstellung. So ähnlich ging es mir auch, auch wenn ich beim ersten Sehen nicht alles gleich bemerkt habe. Dabei ist es eigentlich (sehr "eigentlich") eine interessante Sache, aus der man einiges machen kann - wenn man mal eine Nacht darüber schläft, die Irrungen und Wirrungen im Drehbuch überarbeitet, das ganze dann einen Monat in die Ecke legt und ein zweites Mal überarbeitet.

    Ich könnte der Folge guten Gewissens entweder eine 2, eine 3 oder eine 4 geben und jeweils auch begründen. Vielleicht schaue ich sie am Wochenende noch einmal an, mit etwas Abstand. Und wenn ich dann immer noch nicht weiß, was ich davon halten soll, werde ich eben keine Note vergeben. (Davon wird Chibbi auch keine schlaflosen Nächte bekommen.)

    Also ehrlich gesagt, fand ich die ersten 10 Minuten nach den opening credits einfach nur anstrengend und kindisch.


    Alle müssen superauffällig abgeholt werden? Beim Doctor tauchen dann alle geheimnisvollen Fahrzeuge auf, aber den Weg zum Hauptquartier nimmt nur eines? Und der Fahrer braucht auch ein Navi (ohne jegliche Komfortfunktion), um zu seinem Arbeitsplatz zu finden? Laserwaffen kann man offensichtlich per Software-Update in einen PWK uploaden, und das ziemlich gefährliche Ende einer Baustelle ist nur mit Spucke und Tesa abgesichert - sagt die Bauaufsicht oder der Arbeitsschutz nichts dazu? Oh, und der Geheimdienstchef hat natürlich keine Ahnung, dass die "Fam" reguläre Geburtsurkunden hat, Schulabgangszeugnisse und sogar Rentenbescheide, und verwechselt deshalb den echten Doctor mit dem besseren Doctor aufgrund einer einzigen irrelevanten (für jeden Nicht-SJW) Information? Hoffentlich ist der echte "C" weniger ein Abziehbild eines stereotypen Briten im Anzug eines stockkonservativen Landadeligen. (Ich habe mich automatisch an die '98er-Verfilmung von Mit Schirm, Charme und Melone erinnert, in der Teetrinken eine ganz wichtige Rolle für den Plot spielte). Und natürlich akzeptieren alle eine passiv-aggressive Zwischenbemerkung einer irgendwie-irgendwo-irgendwann angehenden Streifenpolizistin wie selbstverständlich.


    Ich habe gestern ein(!) Bier und ein(!) Glas Sekt getrunken - ich kann gar nicht mehr betrunken sein. Also muss es an der BBC liegen...


    Einen Gnadenpunkt (auf "ausreichend") für das schöne Intro und die Musik dazu, aber mehr dieser Folge schaue ich erst an, wenn ich dafür bezahlt werde. Ich denke, erst die dritte Folge der Staffel wird mich wiedersehen.


    Ich habe jetzt hier die anderen Kommentare gelesen und mich bewusst spoilern lassen, aber nicht mal das reizt mich für einen Neustart.


    Frohes neues Jahr.