Beiträge von Pacifico

    Eine weitere mäßige Folge der insgesamt enttäuschenden Staffel. Der unterdurchschnittliche Bösewicht des Staffelstarts, Tzim-Sha (Guitarwolfs "Zahnfee" gefällt mir besser), kehrt überflüssigerweise "auf dem Pfad der Vergeltung" zurück. Ein Alienvolk ist so doof, ihn für ihren "Schöpfer" zu halten. Der 'Gott' legt sich ein paar standesgemäße Hobbies zu wie Planeten in Tupperdosen zu sammeln. Gerade, als er zum großen vernichtenden Schlag ausholt, schießt Graham ihm in den Fuß. 'Gott' Tzim-Sha schreit aua, fällt hin und kommt in ein Kühlfach, um für die nächste Staffel frisch gehalten zu werden. Das kann man in doppelter Hinsicht als Drohung auffassen.


    Ich konnte mich zwar mittlerweile an eine Frau als Doktor gewöhnen, auch wenn Whittaker vor allem am Anfang dieser Episode zu oft mit großen Augen über den Planeten guckt wie ein Kind im Spielzeugladen. Aber diese Stories ziehen einem echt die Schuhe aus. Vor allem sagt Lady Doctor in dieser Episode wieder mehrmals "Ich bin so clever!", was nichts anderes heißt, als dass der Drehbuchautor für die nächste trickreiche Wendung zum anerkennenden Klopfen auf seine Schulter auffordert. Kannst du lange drauf warten, Meister.

    Die Episode lässt mich ziemlich ratlos zurück. Ich mag die Grundkonstruktion - norwegische Holzhäuser, Portale auf dem Dachboden, die zu Spiegelwelten führen, ein Problem bei der Familienzusammenführung. Doch dann schießt es sinnlos übers Ziel hinaus mit dem Frosch-Universum (ein Frosch, ernsthaft?), dem unnötigen Comeback von Grace (um ein bißchen kitschige Emotion aufzutragen), und einer überflüssigen Zwischenwelt, in der sich ein Typ, der aussieht, als hätten ihn die Ferengi von DS9 wegen Häßlichkeit ausgestoßen, mit Motten herumschlägt. Warum der ganze Unfug, der nichts mit der Aufgabe, den Vater-Tochter-Konflikt zu regeln, zu tun hat? War eine rhetorische Frage, natürlich trtaute man dem Publikum wieder mal nicht zu, mit einer "kleinen" Folge zufrieden zu sein und wollte sie aufpeppen. Killermotten, yeah, das zieht - nicht.

    Ausreichend muss als Wertung genügen. Kann mich mit Vielem in der Folge nicht anfreunden:
    - Schlampigkeit. Früher zogen sich die Companions noch historische Kostüme an, wenn sie sich in andere Zeiten begaben und dazu die Tardis verließen - so ungewohnt diese auch waren, siehe Leela in "The Talons of Weng-Chiang". Hier latscht Ryan im modernen Outdoor-Anorak herum und niemand guckt ihn schräg an?
    - Dialoge. Graham und andere verfallen in modernes Managersprech von wegen "flache Teamhierarchie" usw., was als anachronistisch gegenüber der altmodischen Ausdrucksform der Einheimischen irgendwie witzig wirken soll, aber nur albern ist.
    - Lösung. Grünes Spezialfeuer drauf und bumm, weg. Kinderleicht.
    - Gastdarsteller. Der König wirkt zu jedem Zeitpunkt wie ein Schauspieler, der einen Cartoonkönig spielt.
    - Kontinuität. Da wird zu Beginn die Ermordung einer Frau vorgeführt, Tränen fließen, und es wird betont, was für eine schlimme Sache Hexenjagd ist. Dafür bricht die Doktorin gern ihren Vorsatz, nicht einzugreifen. Plötzlich Stimmungswechsel, es wird deutlich komödiantischer fortgefahren, was nicht passt. Diese Episode trifft nicht den richtigen Ton, im Gegensatz zu Episoden wie "Rosa" und "Dämonen in Punjab", die eine konsequente Linie hatten, der sie folgten.
    Nach dem Aufzählen der negativen Punkte wollte ich positive nennen, aber mir fällt nichts Substanzielles ein. Bezeichnenderweise zählt oben Radioactiveman, dass Whittaker im Februar frieren musste, als besondere Leistung. Das war's dann aber auch.


    Am Rande gefragt: als die Doktorin sich von den Ketten löst und erzählt, das hätte sie bei Houdini gelernt, weckte das eine vage Erinnerung in mir, dass sie, also er, dieses Training früher schon mal erwähnt hat. Dritter Doktor, vermute ich. Hat jemand parat, welche Episode das war? :?:

    Mit "Gut" abgestimmt wie bisher die meisten. "Frei Haus" hatte eine gute Story, die uns erst die Roboter-Postboten verdächtigen ließ, Menschen verschwinden zu lassen, und dann eine ganz andere Wendung nahm; eine sinnvolle Verwendung für die Companions, weil in dem Riesenladen wirklich ein Team ermitteln musste; gute Gastdarsteller und einen Schauplatz ohne viel Brimborium... Also kurz, ich finde nichts Gravierendes daran auszusetzen. Bisher die zweitbeste Episode der Staffel für mich, wobei es allerdings auch schwach begann.

    Die erste Folge dieser Staffel, bei der man nicht das Gefühl hatte, das hätte man alles schon mal besser gesehen. Origineller Hintergrund ist ein Konflikt, der zwar historisch sein mag, aber bis heute anhält. Dabei wurde es zu keinem Zeitpunkt so belehrend wie in der USA-Rassismus-Episode oder so gehetzt wie in, nun, praktisch jeder anderen Episode der Staffel bislang. So entfaltete sich vor historischem Hintergrund eine private Tragödie, deren Unabänderbarkeit eigentlich schon zu Beginn durch die kaputte Uhr angezeigt wurde.
    Wenngleich es eine der dümmsten Ideen ist, die man als Besitzer einer Zeitmaschine haben kann, sich in die eigene Familienvergangenheit einzumischen, geht es diesmal gut. Die Story benutzt einen minimalistischen Set (Hütte auf dem Feld), um sich ganz den Charakteren zu widmen, und macht sie interessant, glaubhaft, menschlich und sympathisch. Hat mir sehr gut gefallen, obgleich die Aliens nicht unbedingt nötig waren - die wirkten, als seien sie bloß deswegen eingebaut, weil es mit ihnen mehr wie SF aussieht.

    Zitat von Zaphod B.

    Wo sind vor der Erfindung des Kaiserschnitts bei den Männern die Kinder rausgekommen?

    Das wurde in der Episode erklärt: es gäbe irgendwie eine völlig schmerzfreie Zone im Bauch. Wenn die früher nicht aufzuschneiden ging, war vielleicht Aufplatzen wie bei einer Blase und schnelles Verheilen möglich? Oder mag sein, dass diese Form von Geschlechterteilung erst durch genetische Manipulation in technisch entsprechend entwickelter Zeit begann. Ich halte das nicht für einen Fehler des Drehbuchs, sondern bloß für einen zu flüchtig behandelten Nebenstrang, die Hauptstory ist schließlich der Gremlin. Erinnerst du dich an Episode 1.02 "The End of the World", in der ein in den Rahmen gespanntes Stück Haut (Cassandra) als letzter Mensch verkauft wurde? Da verlangt "Tsuranga" mir weniger Vorstellungskraft ab.

    Durchschnitt. Vom Gefühl her ein bißchen wie früher: viel Laufen durch Korridore. Dass es nicht einer Armee von Daleks bedarf, um ein Schiff zu gefährden, sondern nur eines kleinen Gremlins, der Appetit auf die falschen Sachen hat, war eine gute Grundvoraussetzung. Es hat man mich nicht zu sehr gestört, dass die Sache mit dem schwangeren Mann etwas albern war - andere Völker, andere Sitten, warum soll's das nicht geben. Dann wäre es allerdings sinnvoll gewesen, dass er nicht exakt wie ein Mensch - noch dazu ein sehr britischer Mensch - aussieht. Eher störend war für mich die äußerst schnelle Bereitschaft der Besitzer, das Hospitalschiff samt Patienten zu zerbomben, sobald es den bloßen Anschein hat, als falle etwas Irreguläres an Bord vor. Ein Stopp in Sicherheitsentfernung vom Zielplaneten für eine nähere Überprüfung der Lage wäre da doch ausreichend? Aber dann hätte der Gremlin natürlich nix zum Nachtisch gehabt, bevor er die gut gedeckte Tafel verlässt.

    Bis zur Mitte der Episode war ich zuversichtlich, dies würde die erste in dieser Staffel werden, für die ich reinen Gewissens mit "gut" abstimmen könnte. Es fing so subtil an, lediglich ein paar Spinnweben in der Ecke hin und wieder deuteten (neben dem Titel) an, dass etwas Gruseliges auf uns zukommt. Die menschliche Seite hatte Zeit, sich zu entwickeln und war recht witzig; die Doktorin nach Hause mitzunehmen und den Eltern vorzustellen, hat gewiß seine Tücken. Lediglich der klischeehafte Hotelmanager, der sicherlich jede Woche drei Mal "Sie sind gefeuert" sagt, bevor es Dienstag ist, war ein bißchen deplatziert, hätte in eine satirischere Story gehört, wie weiter oben schon jemand feststellte. Doch in der zweiten Hälfte wurde es dann immer schlimmer, wild wuselten Spinnen in allen Größen und Farben durch die Gegend, um für Action zu sorgen, Trump wurde im Dialog tatsächlich namentlich genannt, falls das doofe Publikum die (schlechten) Anspielungen nicht verstehen sollte, und die Lösung mit dem Einsperren im Panic Room wurde an dieser Stelle schon genug kritisiert. So kann ich für die Abstimmung leider wieder nicht zu den oberen Noten greifen, werde aber tapfer weitergucken...

    Inzwischen bin ich mir sicher, dass der Vorspann der schlimmste ist, den die Serie je hatte. Irgendso ein Gewaber und was mit viel Sternen - könnte jede x-beliebige SF-Serie sein anstatt Dr.Who. Hier lässt man fahrlässig Markenzeichen über Bord gehen.
    Die Folge Nr.3 ist nicht schlecht, Whittaker ist jetzt in der Rolle drin (dazu muss man bedenken, dass sie gerade in der 1.Folge verwirrt war, ist der Regenerationseffekt, wie er damals schon Colin Baker hart zusetzte, und gewollt so gespielt, während sie nun erst richtig loslegt, und ich bin gespannt, was daraus im Verlauf der Season wird). Rassismus in den 50ern ist ein interessantes Thema, aber die Umsetzung nur mittelmäßig. Der Plan, die Zukunft zu verändern, indem man den Busfahrplan durcheinanderbringt, ist schon reichlich, wie Beard oben schrieb, "hanebüchen", denn wenn diese spezielle Situation im Bus nicht der Auslöser wird, passiert nächste Woche etwas Anderes, denn die Anspannung der Gesamtlage bleibt ja. Dass die Folge etwas zu belehrend wirkte, habe ich auch spätestens dann wahrgenommen, als sich Whittaker an die Tafel stellte und um Wortmeldungen bat. Ich neigte erst zu Gut und habe schließlich nur Durchschnitt angeklickt.

    Die Folge erreicht immerhin zwei Ziele: durch Beschränken auf wenige Figuren den Companions Zeit zu geben, die Charaktere etwas zu vertiefen, und die TARDIS wieder zu finden. Ansonsten aber viel Leere und zu viel Blödsinn (die am schlechtesten zielenden "Killer"-Roboter ever, die Flattermänner, das nicht im geringsten spannende "Rennen" zum Geistermonument). Ich mag dafür nicht höher als "ausreichend" abstimmen.

    So, nun habe ich auch die Staffel 11 begonnen (auf Blu-ray, so viel Geduld muss sein, um lästige TV-Werbung zu vermeiden).
    Die neue Doktorin kommt an sich ganz gut rein. Es war mutig, eine sympatische Figur sterben zu lassen, und visuell war es überzeugend.
    Auf der anderen Seite störte mich der billige Bösewicht, einfach ein Fiesling mit Bock zu töten. Er sah im Kampfanzug aus wie aus der C-Movie-Cyborg-Welle der 80er Jahre, und so ähnlich wie in diesen Ab-in-die-Videothek-Oldies war auch die Action inszeniert mit Herumklettern auf dem Kran usw. Am Ende ein toller Cliffhanger im All. Insgesamt habe ich mit "Durchschnitt" abgestimmt.

    Überragend:
    1. Staffel 1
    2. Staffel 8


    Gut:
    3. Staffel 2
    4. Staffel 7
    5. Staffel 5


    Geht so:
    6. Staffel 4
    7. Staffel 6



    Mit Schwächen:
    8. Staffel 9
    9. Staffel 3
    10. Staffel 10


    Nach dem starken Capaldi-Debüt in Staffel 8 fand ich Staffel 9 schwach und 10 noch schwächer. Da ich grundsätzlich kein TV gucke, warte ich jetzt die Blu-ray-VÖ von Staffel 11 ab; mal sehen, ob ein neues Team das Ruder rumreißt oder die Serie langsam eingeht. Nothing Lasts Forever.

    Super
    11 Masken der Verdammnis


    Gut
    5 Sauerstoff


    ziemlich gut
    3 Dünnes Eis
    6 Extremis
    12 Der Doktor fällt
    10 Bestie des Lichts
    13 Aus der Zeit gefallen


    Durchschnitt
    0 Dr Mysterio
    4 Klopf Klopf
    1 Flucht durchs Universum
    2 Der lächelnde Tod


    ausreichend
    8 Tyrannei der Mönche
    9 Kaiserin vom Mars


    grottig
    7 Die Pyramide

    Schade, ich dachte, die Folge wäre in der Staffelbox zu Staffel 10 enthalten, ist sie aber nicht. X(

    Ja, noch eine Folge für 12,99 extra kaufen, wo die normale Blu-ray-Box schon 45 Tacken kostete, war nicht das Kundenfreundlichste und sieht auch im Regal doof aus.


    Zum Inhalt scheint dieser Thread sehr zwiegespalten zu sein. Ich fand es zwar OK, hatte aber nach dem vorangegangenen Zweiteiler mehr erwartet.


    Stark: Die gruselige Glasfrau auf dem Schlachtfeld, in der Zeit stillstehende Schneeflocken und der verwirrte Captain ("Wieso ERSTER Weltkrieg?" - "Spoilers...")
    Mittelmäßig: Der erste Doktor und der zwölfte hätten mit einem pfiffigeren Script noch mehr Differenzen witzig herausarbeiten können. Die gute Vorlage wurde nicht optimal genutzt, sondern versandete in ein paar Sprüchen übers Staubwischen in der Tardis.
    Nervig: die Minuten vor der Regeneration wurden wieder mal total übertrieben in die Länge gezogen. Noch ein Monolog beim Krabbeln über den Tardisboden, ohne jeden Zusammenhang steht plötzlich mit Clara noch eine Ex-Compagnionine herum, von der man sich verabschieden kann, noch einmal Grübeln über den Sinn der Doktorexistenz, bis der Zuschauer denkt: wann ist es endlich soweit?

    Gutes Finale, das mir aber zur vorigen Super-Folge doch ein bißchen abfiel. Positiv: Kluge, unkonventionelle Umsetzung der Regie, dass Bill weiter als Bill zu sehen ist, obwohl sie ein Cyberman ist. Das erlaubt der Darstellerin mehr Emotion zu zeigen, als für den neutralen Zuschauer zu sehen wäre. Und das Duell Master vs. Missy endete charaktergerecht einfach perfekt: heimtückisch und Spaß dabei! Negativ fand ich die Rückkehr von Bills nasser Freundin, die ich überhaupt nicht vermisst hatte, und Bills Frage "wieso kannst du die Tardis steuern?" merkte man an, dass die Autoren stutzten, ob das jetzt eigentlich Quatsch sei, aber sich entschlossen: wir ziehen das durch, damit das Happyend funktioniert. Und nach "Bestie des Lichts" hatten wir in dieser Folge tatsächlich schon wieder einen Streit darum, wer sich opfern darf - ich hätte mir einen pfiffigeren Trick gewünscht, die Cybermen zu besiegen als ein großes BUMM. Na ja, immer noch besser als einige andere Staffel-Finale*.


    * = Laut Duden ist Plural von "das Finale" tatsächlich "die Finale", extra nachgeguckt, um auf Montagabend noch was gelernt zu haben. :saint:

    Ich dachte schon, ich würde bei dieser Staffel zum ersten Mal keiner Episode die Bewertung "super" geben, jetzt ist es doch noch passiert. Eigentlich hatte ich die frühen Cybermen mit Stoffmaske immer nur als maskenbildnerisch schlechtere Version der späteren eleganteren Blechköppe betrachtet, aber sie wirken wirklich anders, auf beunruhigende Weise noch ein bißchen rest-menschlicher. Auch war ich kein Fan von John Simm als Master in Staffel 3 - hier hingegen ist er als Razor klasse. Es werden Elemente zusammengebracht, die funktionieren, und durch eine ungewöhnliche Rahmenhandlung - das Schiff, auf dessen Brücke die Zeit langsamer vergeht als auf den unteren Decks - entsteht eine spannende Herausforderung. Tolle Folge!

    Das ist wohl die erste Folge der Staffel, die ich besser finde als die Allgemeinheit. Zunächst mal, um an einige Posts oben anzuknüpfen, bin ich der deutschen Synchro dankbar, dass sie den Pikten hochdeutsch verordnet. Ich habe irgendwann schon mal einen Film gesehen, in denen ein US-Südstaaten-Akzent in der deutschen Fassung z.B. als bairischer Dialekt wieder gegeben wurde, un-er-träg-lich. Fragt mich nicht, welcher Film das war, zum Glück habe ich das über die Jahre verdrängt.
    Sehr glaubhaft fand ich in der Folge - Kostüme hin oder her - ihren historischen Background. Ausnahmsweise stehen sich nicht Armeen mit wichtigen Feldherren gegenüber wie in einschlägigen Spielfilmen, sondern versprengte Trüppchen ängstlicher Jugendlicher. In den damaligen Zeiten war es ungewöhnlich, wenn jemand das Alter von 40 erreichte, so dass ein Durchschnittsalter von 16 der Wahrheit nahekommen dürfte. Die naive Überzeugung, dass es sich bei fremden Eindringlingen bzw. bemalten Barbaren nur um Feinde handeln kann, fällt sehr sehr schnell weg, nachdem einmal von der Tardis die Sprachbarriere niedergerissen wurde. Wenn man nur genug miteinander reden kann, fällt die "Notwendigkeit" zum Krieg oft weg; das ist eine schöne Message. Nebenbei hat die Episode einige Menge Wortwitz in den Dialogen, von "Death by Scotland" bis zu "das ist das Geräusch, wenn mir der Geduldsfaden reißt"; im Vergleich zu dem vorangegangenen Ice-Warrior-Gemetzel fand ich viel mehr Spaß an dieser Episode.


    Leider ziehen 2 unnötige Übertreibungen den Gesamteindruck etwas herunter: die Auflösung durch den plötzlichen Wettlauf in Opferbereitschaft (jeder, wirklich jeder will noch mehr durchs Tor als der Doktor) und die gigantomanische Darstellung der Monster, die ganze Sterne zum Nachtisch verspeisen, wenn die Römer alle sind. Trotzdem vote ich insgesamt noch knapp mit "Gut".

    Ausreichend. Normalerweise sollte mir eine Folge, die im Retromodus wühlt, alte Monster wiederbelebt und Erinnerungen (unter anderem) an den 3. Doktor bringt, gefallen, aber der Funke will nicht überspringen. Zu simpel ist die Geschichte (schnell wird die Kaiserin gefunden und die wahre Absicht "Freitags" enthüllt), zu abgedroschen die Action. Konflikte mit Militärtypen hat man schon oft und vor allem besser gesehen. Der Zuschauer wird im Unklaren gelassen, wieso die Tardis sich gegen den Willen des Doktors und Nardoles verdünnisiert; bin hier nicht der Erste, den das stört. Dann noch so etwas Peinliches wie die Leute zusammenknüllende "Superwaffe". Ich habe den Eindruck, die Folge wurde in die Staffel als Füllmaterial eingebaut, weil keinem was Besseres einfiel. Etwas zu viel des Recyclings.

    Guter Auftakt des Dreiteilers, der virtuos mit seinen virtuellen Welten spielt und Nardole besser zur Geltung kommen lässt als bisher, da er als einziger eingeweiht ist, dass der Doktor weiterhin blind ist, und ihm daher nicht von der Seite weichen soll. Sowohl bei den ernsthaften Passagen (Missys Hinrichtung) als auch den komödiantischen (den Papst bitte nicht ins Schlafzimmer lassen) fehlt es nicht an Ideen.

    Nach dem guten ersten und miserablen zweiten Teil knüpft der dritte Teil die Fäden wenigstens noch zu einem halbwegs befriedigenden Ende. Trotz Missys Vorschlag, man solle sie als Quelle der Zustimmung am besten beseitigen, darf Bill weitermachen. Lernen aus der Beeinflussung der Mönche wird nicht möglich sein, weil sich schon keiner mehr an sie erinnern kann. Ich schon, aber ich hoffe, die haben wir zum letzten Mal gesehen.